Darmkrebs
Früchte und Gemüse schützen nicht vor Darmkrebs
Grosse Ernüchterung für alle Gesundheitsapostel: Fünf mal pro Tag Früchte und Gemüse – einer der wichtigsten Gesundheitsregeln der letzten Jahre – ist zwar gut fürs Herz, schützt aber nicht vor Darmkrebs, wie das immer propagiert wurde. Es gibt keine Belege, dass Fett, Kohlenhydrate oder Eiweiss an der Entstehung des Kolonkarzinoms beteiligt sind. Auch die Menge der Ballaststoffe hat keinen Einfluss auf das Darmkrebsrisiko. Das ist das eindeutige Fazit aus einer kritischen Auswertung aller relevanten Studien. Im Gegensatz dazu sind Übergewicht, Diabetes und Bewegungsmangel eigenständige Gefahren, die zu einem erhöhten Risiko von Darmkrebs führen. Am stärksten erhöht ist das Risiko für Kolonkarzinome bei einer Insulin-Behandlung. Grund ist die Überkonzentration von Insulin im Blut, welches das Wachstum von Tumorzellen fördert. Angesichts dieser ernüchternden Erkenntnisse werden systematische Vorsorgeuntersuchungen mittels Darmspiegelung um so dringlicher, wie sie in anderen Ländern längst Standard sind.






