Wasser trinken macht schlank
Mehr Wasser trinken, dafür weniger Fruchtsaft.
Die DONALD-Studie ist eine weltweit einzigartige Untersuchung. Seit 1985 erfassen Forscher in Dortmund die Ernährungsgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen. Die Teilnehmer werden als dreimonatige Säuglinge in die Studie aufgenommen. Bis zu ihrem 18. Lebensjahr protokollieren sie bzw. ihre Eltern jährlich einmal bis ins Detail, was und wie viel sie über einen Dreitageszeitraum essen und trinken. Regelmässig sorgt die DONALD-Studie für überraschende Erkenntnisse.
So konnte anhand von Urinmessungen gezeigt werden, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland einen „inadäquaten Hydratationszustand“ haben, das heisst schlicht und einfach zu wenig trinken. Überraschung Nummer zwei: Eine gute Hydratation geht mit einer gesunden Ernährung einher. Was nichts anders heisst: Wer genug trinkt, wird oder ist weniger dick.
Zusätzlich ein Glas Wasser am Tag trinken. So lautet die banale, aber wirksame Empfehlung der Forscher an alle. Ein erhöhter Wasserkonsum habe dann vor allem positive Auswirkungen auf das Körpergewicht, wen dadurch zuckerhaltige Getränke und vor allem Fruchtsäfte eingespart werden, die sich in der DONALD-Studie als klare Risikofaktoren für Adipositas erwiesen haben. Die Forscher konnten mittels eines einfachen Interventionsprogramm – der Bereitstellung von Wasserspendern und Trinkflaschen in der Schule sowie eines vierstündigen Unterrichts über Wasser – den Wasserkonsum der Kinder um mehr als ein Glas pro Tag erhöhen, und das noch nach einem Jahr! Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe wurde das Risiko für Übergewicht dadurch signifikant reduziert. Fazit: Die Förderung von Wasser als bevorzugtes Getränk spätestens mit dem Eintritt in die Schule ist einer der wichtigsten Pfeiler der Übergewichtsprävention.
Die Studie lieferte zudem den Beweis, dass nicht nur zuckerhaltige Getränke, sondern auch Fruchtsäfte dick machen. Der Grund ist einleuchtend: trotz der enthaltenen Kalorien machen sie nicht satt. Und die beim Trinken aufgenommenen Kalorien werden beim Essen nicht eingespart, sondern fallen zusätzlich an. Mehr Obst in fester Form zu sich nehmen und den Durst mit Wasser löschen, lautet die Empfehlung der Studienleiter.








