VorsorgeImpfung

HPV Impfung

Mit einer Impfung kann erfolgreich gegen Gebärmutterhalskrebs vorgesorgt werden .

Rund 70 Prozent aller sexuell aktiven Menschen kommen mit HPV-Viren in Kontakt. Für eine Infektion reicht ein einziger Partner.
Gebärmutterhalskrebs entwickelt sich immer aus einer HPV Infektion der Zervixzellen (Cervix uteri, auch einfach als Zervix bezeichnet, ist der Gebärmutterhals).
Wird die Infektion verhindert, werden damit zwangsläufig auch die Karzinome vermieden. Die HPV-Impfung schützt Frauen fast zu hundert Prozent und dauerhaft vor Krebsvorstufen durch die humanen Papillomvirus-Typen 16 und 18. Zudem werden weitere HP-Viren ausgebremst. Das belegen neue Studiendaten.
Bei mehr als 99 Prozent der jungen Frauen ist die Impfung auch nach fünf Jahren ohne Anzeichen einer Abschwächung weiterhin wirksam. Die Antikörper, welche diesen Schutz ermöglichen, bleiben fünf Jahre nach der Impfung auf einem stabilen Niveau.
Die Impfung erfolgt idealerweise vor dem ersten Geschlechtsverkehr, ist aber auch noch nach dem 20. Altersjahr sinnvoll, wenn der Krebsabstrich unauffällig ist. Die Wirksamkeit des Impfstoffs ist nicht altersabhängig. Selbst Frauen, die bereits mit einem Impfstoff-relevanten Virustyp infiziert sind, schützt die Impfung vor Erkrankungen der Zervix, der Vagina und der Vulva durch die restlichen HPV-Typen.
Sogar Knaben profitieren von der HPV-Impfung. In anderen Ländern werden sie routinemässig geimpft. Genitalwarzen und bösartige Veränderungen am Penis und am Anus werden bis zu 90 Prozent verhindert.
Der Impfstoff enthält kein virales Genmaterial und kann somit weder eine Infektion übertragen noch Krebs auslösen. Der zu erwartende medizinische und ökonomische Nutzen der HPV-Impfung ist höher, als bei der Einführung Anfang 2007 angenommen wurde.

Drucken03.04.2009