Neue Impfstrategie gegen Schweinegrippe
Nicht Kranke, sondern Schüler und Eltern sollten geimpft werden.
Es reicht bereits, einen Fünftel der Bevölkerung zu impfen, um die Schweinegrippe-Pandemie komplett zu stoppen. Aber nur dann, wenn gezielt Schulkinder und Eltern immunisiert werden, schreibt die Deutsche Ärztezeitung und bezieht sich dabei auf eine Computersimulation von US-Forschern, die in der rennommierten Fachzeitschrift “science” veröffentlicht wurde. Dabei erwiesen sich Schulkinder als die wichtigsten Überträger und die Eltern als Sprungbrett zum Rest der Bevölkerung.
Mit der Impfung von Kindern und ihrer Eltern lassen sich viel mehr Todesfälle und schwerwiegende Erkrankungen vermeiden als mit der bisherigen Strategie, wonach zuerst Risikogruppen geimpft werden sollten. Für Ihre Berechnungen haben die Forscher die beiden grossen Grippepandemien von 1918 und 1957 ausgewertet und auf Grund von grossen Umfragen die Zahl der menschlichen Kontakte sowie das Ausmass und die Geschwindigkeit der Pandemie berechnet. Die Analysen ergaben ein überraschendes Ergebnis: Die optimale Strategie besteht darin, Kinder und Jugendlich im Alter von 5 bis 19 Jahre und ihre Eltern zu impfen. Dadurch würden viel mehr Leben gerettet.








