VorsorgeZähne

Zahnimplantate

Noch vor 20 Jahren kamen Zahnimplantate nur sehr selten zum Einsatz.

Das Gebiet der Zahnimplatate wurde noch während meines Studiums sehr elitär behandelt und wurde einigen wenigen Spezialisten überlassen. Die Patienten wurden nur selten über die Möglichkeiten der neuen Zahnwurzeln aufgeklärt.

Zahnlücken und Zahnverlust wurden in den 80er- und auch noch frühen 90er-Jahren meist mit klassischen Mitteln angegangen: mit Brücken oder herausnehmbaren Prothesen. Oder man hat gar nichts unternommen, weil für den Patienten keine dieser traditionellen Möglichkeiten infrage kam. In den letzten zwei Jahrzehnten haben grosse Entwicklungen stattgefunden. Keine andere Disziplin hat eine derart offensichtliche Bereicherung erfahren und die traditionellen Behandlungen wie Brücken oder Prothesen nicht nur ergänzt, sondern teilweise sogar verdrängt. Das Einsatzgebiet von Zahnimplantaten hat sich von komplett zahnlosen Patienten ganz zu Beginn auf mittlerweile alle nur erdenklichen Probleme nach Zahnverlust erweitert. Heute gibt es fast keine Einschränkungen mehr. Der Einsatz von Implantaten ist auch längst nicht mehr in jedem Fall eine Luxusvariante. Heute gibt es auch kostenschlanke Lösungen mit künstlichen Wurzeln. So haben auch Behandlungskonzepte mit Einschluss von Zahnimplantaten einen festen Platz in der Ausbildung von Zahnärzten gefunden.

Die Wünsche meiner Patienten nach einem erlittenen Zahnverlust haben sich über die Jahre von einem mehr oder weniger funktionierenden Zahnersatz ganz klar hin zu einer gleichermassen komfortablen wie auch ästhetischen Lösung gewandelt. Und wirklich: Feste Zähne sind dank Implantaten nicht nur machbar, sondern bedeuten gleichzeitig auch eine Aufwertung des Kaukomforts sowie der Ästhetik. Das wissen zum Glück immer mehr Leute. War damals vor einer Behandlung der Informationsfluss sehr einseitig vom Zahnarzt in Richtung Patient geprägt, so ist heute dank Internet und Printmedien das Thema «Zahnimplantate» allgegenwärtig.

Viele meiner Patienten sind schon sehr gut informiert und stellen bei der Therapieplanung ganz gezielte Fragen. Was für eine Bereicherung für mich und den Patienten! Und wenn dann noch nach einer Sanierung mit Implantaten die Rückmeldung kommt, wie sicher sich die Patienten mit dem neuen Zahnersatz fühlen und wie gut die Lebensqualität insgesamt wieder geworden sei, kann ich nur sagen: Zum Glück haben wir heute diese Möglichkeiten.

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Zahnersatz

Verlorengegangene Zähne wurden bis vor wenigen Jahren mit Brücken als festsitzenden oder mit Prothesen als abnehmbaren Zahnersatz ergänzt. Dazu mussten bei Brücken die Nachbarzähne beschliffen werden. Die Lücke wurde mit einem Zwischenglied ersetzt, das mit den benachbarten Kronen verblockt war. Nachteile waren erschwerte Reinigung, erhöhte Kaubelastung für die Nachbarzähne und fehlender Kaudruck unter dem Zwischenglied auf den Kiefer. Bei Prothesen ist oft der Halt ein Problem. Unter Umständen wird ein grosser Teil der Gaumenschleimhaut und somit Geschmacksnerven abgedeckt. Im Unterkiefer wird der Zungenraum durch den Lingualbügel eingeengt. Dazu kommen ästhetische Einbussen.

Drucken02.07.2009