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Warum habe ich das nicht schon längst getan?

Sarah Leuenberger_wp

Sarah Leuenberger über den grossen Turnaround, kleine Rückschläge und ihr neues Trampolin.

Das Jahr 2015 soll mein Turnaround sein. Ich hab’s mir versprochen. Und so habe ich im Dezember 2014 allen Mut zusammengenommen und mich bei Dr. Stutz als Testperson für die Aeschbacher-Diät beworben. «Wenn das klappt, dann muss ich ran an den Speck, und zwar ohne Ausreden! Juhui, das kann ja noch heiter werden!» Solche Gedanken kreisten in meinem Kopf nach dem Abschicken des Mails. Dr. Stutz kontaktierte mich umgehend und motivierte mich von Anfang an total. Ich spürte, wie mein Wille – endlich gesund zu leben – bärenstark wurde und ich wirklich Nägel mit Köpfen machen wollte. Und so startete mein «Projekt Dr. Stutz», wie ich es von da an nannte.

Mit Hilfe des Schrittzählers, den Aeschbacher-Lektionen und den motivierenden Gesprächen mit Dr. Stutz kam viel und vor allem ich in Bewegung. Der Schrittzähler wurde zu meinem ständigen Begleiter, zu meinem Motivator und auch zu meinem Spiegel. Ja, er spiegelt mein Bewegungspensum und meinen Kalorienverbrauch. Und mit dem Minitrampolin habe ich ein Trainingsgerät gefunden, das mir entspricht. Es macht Spass und ist effizient. Vor ein paar Wochen bekam ich sogar ein neues. Ich merke den Unterschied der Qualität enorm. Ich glaube, das Training auf dem Trimilin wird noch wirksamer sein als auf meinem alten. Ich bin jedenfalls begeistert.

In Sachen Ernährung musste ich alten Mustern und Gewohnheiten den Kampf ansagen. Kohlenhydrate reduzieren und im Gegenzug Gemüse und Proteinen grössere Aufmerksamkeit schenken. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten und motivierte umso mehr. Kilo um Kilo purzelte, und Woche für Woche entwickelte ich ein neues Körpergefühl.

Mich ganz bewusst gesund und ausgewogen zu ernähren, fällt mir im Grossen und Ganzen nicht schwer. Aber es wäre gelogen, wenn ich das ohne zwischenzeitliche Rückschläge einfach so hinbekommen würde. In den letzten Monaten gab es auch bei mir immer wieder Rückschläge. Kleine Rückschläge zwar, aber es gibt sie nach wie vor.

Mit Hilfe meines Coachs und mit der Unterstützung meines Umfeldes habe ich jedoch gelernt, mit diesen kleinen Krisen umzugehen. Was zählt ist das Trotzdem. Trotz Rückschlägen wieder aufzustehen und weiterzugehen. Weitergehen auf dem Weg, der mir und meinem Körper guttut. Weitergehen auf dem Weg, mich wohlzufühlen. Und nicht einholen lassen von Gefühlen und Gedanken, die mich ausbremsen wollen.

Stillstand auf der Waage heisst nicht Stillstand bei den neuen, guten Gewohnheiten. Nein, es gilt, dies auszuhalten und an anderen Dingen wie dem neu gewonnen Körpergefühl festzuhalten und mir weiterhin Gutes zu tun. Der Erfolg macht Mut. Er beflügelt und tut gut. Hosen, die nicht mehr passen, weil sie nun zu gross sind, Einkäufe in Kleidergeschäften, die nicht mehr im Frust enden, ein BMI, der von «leichtes Übergewicht» in «Normalgewicht» schwenkt, ein Körpergefühl, das sagt «Mir geht es so viel besser». Und die Frage «Warum hab ich das nicht schon längst getan?» – dies sind Resultate der vergangenen Monate.

Und nun gehe ich diesen Weg weiter. Die neuen Gewohnheiten sollen in Fleisch und Blut übergehen. Ich will mein neues Körpergefühl nicht mehr hergeben. Die restlichen Kilos werden hoffentlich auch noch purzeln. Die Zahl spielt letztlich nicht die wichtigste Rolle, sondern, dass ich wieder zufrieden und happy mit meinen Kids in die Badi gehen kann, mich wohlfühle und meine Gedanken nicht mehr wie Adler um das Thema «Ich will abnehmen» kreisen. Ich glaube, so langsam freue ich mich auf diesen Sommer.