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Wir duschen zu viel

Rund ein Drittel der Bevölkerung hat zu trockene Haut. Einer der wichtigsten Gründe ist der Sauberkeitsfimmel. Dr. Siegfried Borelli sagt, wie man die Haut richtig pflegt.

Trockene Haut_Dr Borelli

Gibt es das überhaupt, trockene Haut? Ist unsere Haut wirklich nicht im Stande, für ausreichend Befeuchtung zu sorgen?

Diese Frage ist natürlich rhetorisch, da jeder von uns schon einmal erlebt haben dürfte, dass er seine Haut als zu trocken empfindet. Was der Haut dabei fehlt, ist allerdings nicht eine ausreichende Befeuchtung, sondern eine ausreichende Rückfettung.

Wann kommt es zu trockener Haut?

Man geht davon aus, dass bei etwa 30 Prozent der Bevölkerung eine trockene oder zur Austrocknung neigende Haut besteht. Letztlich kommt es zu trockener Haut, wenn die Talgdrüsenfunktion nicht mehr ausreicht, um den Lipidfilm der Haut in ausreichendem Masse aufrechtzuerhalten, sei es, weil die Talgdrüsen zu wenig aktiv sind oder aber auch, weil die Haut zu oft beziehungsweise zu aggressiv entfettet wird, wie dies beim täglichen Duschen mit seifenhaltigen Duschmitteln der Fall ist.

Wie ist es in der kalten Jahreszeit, wenn geheizt werden muss?

Im Winterhalbjahr ist es tatsächlich in erster Linie die kalte Luft im Freien, welche weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann als wärmere Luft, die zu einer Austrocknung der Haut führt. Daneben kann je nach Wohnverhältnissen auch trockene Wärme durch Heizen die Austrocknung verstärken.

Wer ist besonders davon betroffen?

Neben den Menschen, die genetisch bedingt eine trockene Haut haben, tritt Hauttrockenheit besonders im Rahmen von Hauterkrankungen wie Ichthyose, der Fischschuppenkrankheit, und atopischem Ekzem, das heisst Neurodermitis auf. Auch ältere Leute haben oft eine trockene Haut, da die Talgproduk­tion wie alle anderen Prozesse des Körpers im Laufe des Lebens nachlässt. Wenn die Haut noch durch häufiges Waschen und Duschen entfettet, beziehungsweise nicht für ausreichende Rückfettung gesorgt wird, kommt es zur trockenen Haut oder sogar zu einem Austrocknungsekzem, also zusätzlichen entzündlichen Veränderungen.

Wie merkt man, dass man trockene Haut hat?

Subjektiv bemerkt man trockene Haut durch Missempfindungen wie Spannungsgefühl, Brennen oder Jucken. Objektiv sieht man der Haut die Trockenheit auch an, indem vermehrte Schuppung auftritt. Sie kann dazu führen, dass die Hautschüppchen beim Ausziehen abgelöst werden, sodass es richtiggehend staubt. Wenn es bereits zu einem Austrocknungsekzem gekommen ist, sieht man auch eine Rötung der Haut, teilweise mit sprödem, rissigem Aspekt.

Gibt es Stellen, die besonders gefährdet sind?

Das sind einerseits die Hände, die besonders häufig mit entfettenden Seifen gewaschen werden. Daneben beobachtet man Austrocknungsekzeme oft auch an den Unterschenkeln, weil diese die trockensten Stellen unserer Haut sind.

Wie behandelt man trockene Haut am besten und wie beugt man vor?

Da bei trockener Haut eine ausreichende Rückfettung von innen her fehlt, muss das von aussen gemacht werden. Deshalb sollte man rückfettende Pflegelotionen oder Pflegecremes verwenden, sowohl bei der Behandlung als auch zur Vorbeugung. Weiter sollte man darauf achten, die Haut nicht zusätzlich zu entfetten. Die tägliche Dusche mit Duschgel oder Seife, wie heutzutage regelmässig praktiziert, ist ungünstig, da die Haut entfettet wird und die restlichen verbleibenden Lipide in den Ausguss gespült werden. Weniger ist hier mehr. Tägliches Duschen ist oft gar nicht nötig. Es würde auch reichen, sich nur zu waschen oder ein Bad zu nehmen. Dieses sollte nicht zu heiss sein. Man sollte auch nicht zu lange darin verweilen. Empfehlenswert ist ein Badeöl, das auf der Haut verbleibt.

Auf was sollte man bei einer befeuchtenden Hautcreme achten?

Eine Hautcreme sollte in erster Linie rückfettend und nicht nur befeuchtend sein. Dementsprechend sind lipophile Lotionen geeigneter als hydrophile, welche nicht ausreichend lange auf der Haut bleiben. Die Wahl des Pflegemittels hängt vom Grad der Trockenheit ab. So ist eine lipophile Lotion einfacher zu verteilen. Sollte der rückfettende Effekt jedoch nicht ausreichend sein, muss man zu einer Creme oder gar einer Salbe greifen. Für die Befeuchtung können die rückfettenden Mittel Harnstoff oder Milchsäure enthalten, welche mild schuppenlösend wirken und zudem ausgezeichnete Feuchtigkeitsträger sind.

 

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