Bei diesen Menschen ist die Ansteckungsgefahr am grössten

Die meisten Infektionen mit dem Coronavirus gehen von Personen aus, die keine oder noch keine oder nur milde Symptome haben. Das zeigt eine grosse Berliner Studie.

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Bild: AdobeStock, Urheber: Alliance

Ein Team um Christian Drosten von der Berliner Charité hat fast 1 Million PCR-Tests ausgewertet, die zwischen dem 24. Februar und dem 2. April in Berlin und Umgebung durchgeführt wurden. Eine der wichtigsten Erkenntnisse: Menschen die sich nicht oder noch nicht krank fühlen oder wegen ihren milden Symptomen keine Infektion bei sich vermuten, haben oft eine höhere Viruslast als solche, die schwer an Covid erkrankt sind und hospitalisiert werden müssen, gleichgültig, wie alt sie sind.

Höchstes Ansteckungsrisiko vor Ausbruch von Symptomen

Bei der britischen Variante weisen die Laboruntersuchungen auf eine 2,6-fach höhere Infektiosität hin. Das erklärt, weshalb sich diese Mutante in vielen Ländern so rasch ausbreiten und zu einer heftigen dritten Welle führen konnte. Es zeigte sich auch, dass die Infektiosität früh ansteigt. Ihren Höhepunkt erreicht sie 1 bis 3 Tage vor den ersten Symptomen, sofern jemand überhaupt Krankheitszeichen hat. In dieser Zeit können die Infizierten das Virus weitergeben, ohne dass es jemand merkt.

8 Prozent der Menschen sind Superspreader

Einige Infizierte stecken besonders viele andere Menschen an. Schätzungsweise 8 Prozent der Menschen sind Superspreader. Es handelt sich dabei keineswegs nur um schwer erkrankte Personen, sondern oft um jüngere Menschen ohne Symptome. Damit sind einige wenige Infizierte für den grössten Teil der Ansteckungen verantwortlich. Nur sieht man ihnen das nicht an. Das zeigt, wie wichtig nach wie vor Abstandhalten und Maskentragen sind.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 17.06.2021.

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