Bei Panik hilft eine Therapie

Bild: AdobeStock, Urheber: Guntar Feldmann

Spinnen mögen es warm und trocken. Kein Wunder also, finden wir sie bei kalten Temperaturen vermehrt in den eigenen vier Wänden. Durch offene Fenster, Ritzen oder Lüftungsschlitze gelangen sie leicht nach Drinnen. Rund 15 Prozent der heimischen Spinnenarten überwintern laut Umweltberatung Luzern in Gebäuden, Kellern oder Höhlen.

Angst, die viele betrifft

Etwa 35 Prozent der Schweizer Bevölkerung empfinden Ekel oder Angst vor Spinnen, rund fünf Prozent leiden unter einer Phobie. Das bedeutet Herzklopfen, Schweiss und Flucht. Die gute Nachricht: hiesige Spinnen sind harmlos. Falls sie giftig sind, dann nur sehr schwach. So ist ein Biss der Nosferatu-Spinne vergleichbar mit einem Wespenstich.

Praktische Tipps

Einzelne Spinnen lassen sich leicht entfernen. Einfach ein Glas darüber stellen, ein stabiles Papier darunter schieben und nach draussen aussetzen. Auch spezielle Geräte tun ihren Dienst. Der Staubsauger ist keine Lösung, da die Tiere darin langsam sterben.

Damit die Tiere gar nicht erst in die Wohnung kommen, sollte man:

  • Verstecke reduzieren: Kartons, Zeitungspapiere, Gerümpel und alte Schachteln entfernen.
  • Zugänge abdichten: Fugen, Risse und Fensterrahmen versiegeln, Fliegenschutzgitter anbringen.
  • Regelmässig reinigen: Staubsaugen in Ecken, unter Möbeln und in wenig genutzten Räumen.
  • Leerstehende Räume gründlich putzen, bevor sie wieder benutzt werden.
  • Ein beliebtes Hausmittel sind auch Düfte. So sollen Eukalyptus- und Minzöl Spinnen vertreiben. Wer möchte, kann es auch mit Kastanien versuchen, die man vors Fenster legt.

Bei Panik hilft eine Therapie

Wer sich stark vor Spinnen fürchtet, kann mit einfachen Atemübungen oder kurzen Expositionsmomenten beginnen, etwa, indem er eine Spinne aus sicherer Entfernung betrachtet. Bei anhaltender Panik hilft eine Verhaltenstherapie. Und vielleicht sollte man sich ab und zu wieder daran erinnern, dass Spinnen uns auch einen Dienst erweisen, weil sie Mücken und Fliegen fressen. Und die sind schliesslich auch ziemlich lästig.