Covid-19: So stoppte China einen Ausbruch durch Massentests

Ein Land nach dem anderen setzt jetzt auf Massentests. Auch in der Schweiz denkt man immer lauter darüber nach. Ein Beispiel aus China zeigt, wie effizient eine solche Strategie im Kampf gegen das Coronavirus ist.

China Massentest Bild AdobeStock Urheber Halfpoint
Bild: AdobeStock, Urheber: Halfpoint

Chinesische Behörden haben im Oktober innerhalb von nur 5 Tagen 11 Millionen Einwohner der Hafenstadt Qingdao auf das Coronavirus getestet, nachdem bei einem Taxifahrer und mehreren Hafenarbeitern eine Infektion festgestellt worden war. Nach einem Bericht im New England Journal of Medicine konnte eine Epidemie auch ohne Einschränkungen des öffent­lichen Lebens verhindert werden.

In China ist das Infektions­geschehen mittlerweile offenbar unter Kontrolle. Bei importierten Fällen schrecken die Behör­den nicht vor aggressiven Massnahmen zurück. Am 10. Oktober war bei einem Taxifahrer ein Test positiv ausgefallen. Auch seine Frau wurde positiv getestet, ebenso ein Tuberkulosepatient in einer Klinik. Als Quelle der Infektion wurden zwei Dockarbeiter ermittelt.

Weil die Gesundheitsbehörden einen unkontrollierten Ausbruch befürchteten, wurde ein Massenscreening der gesamten Bevölkerung durchgeführt. An 4000 Orten wurden Testzentren ein­gerichtet. Insgesamt hat man so 9 weitere Infektionen gefunden, die alle miteinander in Verbindung standen. Die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung wurde während der Tests kaum eingeschränkt. Die Bewohner mussten allerdings eine Maske tragen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 26.11.2020.

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