COVID mit Lungenentzündung erhöht Demenzrisiko

Patienten mit Covid-19, die wegen einer schweren Pneumonie hospitalisiert werden müssen, erkranken häufiger an einer Demenz als solche mit einer Lungenentzündung aus anderen Ursachen. Das meldet das Ärzteblatt.

Hirn Demenz Bild AdobeStock Urheber ytemha34
Bild: AdobeStock, Urheber: ytemha34

Bei einer schweren Pneumonie wird das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Besonders bei älteren Menschen kommt es dadurch zu einem erhöhten Risiko für Demenz. Bei Covid-19 könnte die starke Freisetzung entzündlicher Botenstoffe zu einer zusätzlichen Hirnschädigung führen, schreibt das Ärzteblatt.

Bleibende kognitive Schäden

Eine Auswertung riesiger Datenmengen in den USA bestätigt das. Die Demenzfälle traten im Schnitt 182 Tage nach der Covid-Pneumonie auf. Am stärksten betroffen waren Menschen über 70. Fast 7 Prozent erkrankten an einer Demenz. Bereits frühere Studien zeigten, dass schwere Corona-Infektionen zu bleibenden kognitiven Beeinträchtigungen führen können.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 08.09.2022.

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