Das Affentheater mit dem Coronavirus

Die Welt gerät gerade aus den Fugen und schottet sich von China ab, wegen eines ziemlich banalen, ziemlich ungefährlichen Virus.

Coronavirus Bild AdobeStock Urheber shintartanya
Bild: AdobeStock, Urheber: shintartanya

Immer mehr Länder holen ihre Landsleute aus dem Coronavirus-Gebiet zurück. Die WHO ruft eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite aus. Der Bund richtet eine Hotline ein. Die Finanzmärkte werden infiziert, die Börsen stürzen ab.

Im mondänen Interlaken kaufen Touristen und Einheimische die Apotheken leer. Zehntausende Schutzmasken, Desinfektionsmittel und Vitamin-Präparate gehen über den Ladentisch. Nützen tun sie wohl nichts. Spielt keine Rolle. Es ist das letzte, grosse Geschäft mit der Angst, bevor der Tourismus zusammenbricht.

Nur mässiger Andrang bei Hotline

Obwohl die Zeitungen und Online-Medien jede noch so banale Nachricht zum neuen Virus dankbar verbreiten, will in der Bevölkerung keine richtige Panik aufkommen. Die Hotline meldet einen nur mässigen Andrang, nicht zu vergleichen mit dem Ansturm in Zeiten der Schweinegrippe. Vielleicht ändert sich das noch, wenn in der Schweiz der erste Coronavirus-Fall bekannt wird.

Vor irgendetwas müssen wir ja wieder einmal so richtig Angst haben dürfen. Die normale Grippe eignet sich dazu nicht, obwohl sie in schlimmen Jahren bis zu einer Million Menschen in unserem Land trifft und bis zu 1000 Erkrankte tötet. Auch das Masernvirus taugt nicht als Bösewicht. Wenn man die Masern durchmacht, stärkt das ja angeblich sogar das Immunsystem.

In ein paar Wochen ist der ganze Spuk vorbei. Geniessen wir also noch ein bisschen den Nervenkitzel. Er wird uns fehlen.

Hände waschen und in den Ellenbogen husten reicht

So, das musste mal gesagt sein. Und wenn Sie wissen wollen, wie man sich vor dem Coronavirus schützt, falls das in unserem Land je nötig werden sollte: Hände waschen und in den Ellenbogen husten. Das reicht.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 06.02.2020.

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