Das sollten alle Eltern wissen

Respiratory syncytial virus Bild: AdobeStock, Urheber: Dr_Microbe

Mit Beginn der kalten Jahreszeit steigt bei vielen Eltern die Sorge um Atemwegsinfektionen. Besonders gefürchtet ist das Respiratorische Synzytial-Virus, kurz RSV, das in der Schweiz typischerweise von November bis April zirkuliert. Es kann Menschen aller Altersgruppen treffen, für Säuglinge jedoch gefährlich werden.

Husten, Fieber, Atemnot

Das Virus befällt die Atemwege und führt bei Babys zu Husten, Fieber und Atemnot. Manche trinken schlechter oder müssen im Spital behandelt werden. Laut einer Auswertung aus der Schweiz werden in jeder RSV-Saison rund 3’500 Kinder hospitalisiert – etwa zwei Drittel davon sind Säuglinge. Die meisten waren zuvor gesund und nicht zu früh geboren worden.

Zwei Schutzoptionen

Zum Schutz empfiehlt das BAG einfache Hygienemassnahmen wie Händewaschen und Abstand zu erkälteten Personen. Zusätzlich stehen zwei medizinische Möglichkeiten zur Verfügung: monoklonale Antikörper, die Babys direkt nach der Geburt verabreicht werden, und die Impfung in der Schwangerschaft, bei der Antikörper an das Kind weitergegeben werden.

In Zürich erhielten in der letzten Saison rund 78 Prozent der Neugeborenen am Universitätsspital monoklonale Antikörper. Ärzte und Ärztinnen raten Eltern, sich frühzeitig über die Möglichkeiten der RSV-Prophylaxe zu informieren, um ihr Kind bestmöglich durch den Winter zu bringen.