Das Tattoo ist weg

20 Jahre trug Daniel Schneider die Sonne auf der Schulter. Jetzt hat er sich von seinem Tattoo getrennt. Dem Laser und Dr. med. Christoph Schänzle sei Dank.

Pallas Tattoo Kombi

«Anfang 30 habe ich es stechen lassen. Eigentlich hatte ich schon viel früher Lust drauf gehabt, doch die Zeit war nicht reif. Ich wollte nicht als Aussätziger abgestempelt werden. Wer ein Tattoo machen lässt, grenzt sich selber aus, hiess es damals. Heute trägt fast jeder Fussballer eines oder mehrere stolz zur Schau.»

Daniel Schneider, 52, Experte für Indus­trie-Marketing und Produktmanagement aus Zofingen AG, liebte schon als kleiner Junge alles, was mit Indianern zu tun hat. «Ihre Kriegsbemalung hat mich fasziniert. Auch ihre Geschichte, ihr Bezug zu Erde und Sonne. Das war mystisch. Das gefiel mir. In meiner Freizeit habe ich alle Indianer-Bücher verschlungen, habe die ganze Stadtbibliothek durchgelesen. In den Büchern hatte es auch Zeichnungen. Der Sonnenkalender der Maya hatte es mir besonders angetan.»

Die Zeiten wurden lockerer, die Gesellschaft grosszügiger. «Was andere zu einem Tattoo sagen würden, war mir nun egal. Ich wollte die Maya-Sonne aus einem meiner Bücher auf der linken Schulter tragen. Nur schwarz, keine weiteren Farben. Knapp 20 Zentimeter im Durchmesser. Nicht zu gross und nicht zu klein. Ich war mir ganz sicher, hatte trotzdem Respekt vor dem Eingriff. Ich wusste, das geht unter die Haut, das mache ich fürs Leben. Ich wählte die Schulter, weil die Haut dort auch später nicht faltig wird. So würde die Sonne viele Jahre strahlen. Und so war es auch.»

Immerhin 20 an der Zahl, aber längst nicht so lange, wie ursprünglich gedacht, denn eines Tages änderte sich die Daniel Schneiders Einstellung: «Ich hatte das Gefühl, das Tattoo passt nicht mehr zu mir, jetzt, wo ich auf die 50 zugehe. Es fing sogar an, mich zu stören. Es war ein schleichender Prozess, eine Phase der Neuausrichtung. Irgendwie gehörte es nicht mehr zu meiner Persönlichkeit. Vor 20 Jahren hat es gestimmt. Heute stimmt es nicht mehr. Man lebt im Moment und muss die Dinge im Hier und Jetzt machen, eben dann, wenn sie reif sind.»

Entfernung mit modernstem Laser

Daniel Schneider hatte gelesen, dass man Tattoos mit dem Laser rückgängig machen, quasi ausradieren könne. Er ging zu Dr. med. Christoph Schänzle in die Dermatologie der Pallas Klinik Olten und fragte, ob das wirklich so sei. «Dr. Schänzle schaute sich alles genau an und sagte, dass er den modernsten Laser habe, um solche Tattoos entfernen zu können. Ich hätte zudem die besten Voraussetzungen für eine optimale Behandlung, weil mein Tattoo nur schwarz war und weil die Farbe gleichmässig tief unter der Haut lag. Nun zahlte sich aus, dass ich es seinerzeit in einem professionellen Studio habe machen lassen.»

Nur einige Minuten pro Behandlung

Etwas Bedenkzeit brauchte der Zofinger. «Ein paar Wochen ging ich mit dem Gedanken schwanger. Dann war ich bereit. Mit dem Laser zerstörte Dr. Schänzle zuerst die schwarzen Pigmente der Sonnenstrahlen. Die Haut wurde gekühlt, ich biss auf die Zähne. Die Behandlung dauerte nur ein paar Minuten, danach gewährten wir der Haut eine Pause. Drei Monate später wurde ein weiterer Teil abgetragen. Immer mehr, bis die Sonne nach einigen Sitzungen komplett weg war.»

Mit dem Resultat ist Daniel Schneider sehr zufrieden. «Wenn man es nicht weiss, sieht man nicht, dass auf meiner Schulter jemals ein Tattoo gewesen ist. Aus heutiger Warte würde ich es auch nicht mehr stechen lassen. Eventuell etwas Kleineres, weil ich weiss, dass man es wieder wegmachen lassen kann. Aber dies soll kein Aufruf sein, sich unüberlegt wie wild tätowieren zu lassen. Im Gegenteil: Ich möchte allen sagen, dass sie vorsichtig und zurückhaltend sein sollen mit solchen Tattoos. Die Mode ändert sich, die Einstellung ändert sich, das Tattoo aber nicht. Wegmachen lassen kann man es und Dr. Schänzle macht das absolut hervorragend. Aber Achtung: Das Lasern kostet ein Mehrfaches dessen, was das Stechen gekostet hat. Das bezahlt man aus der eigenen Tasche. Und ganz schmerzlos ist es auch nicht.»

Drei Fragen an den Chefarzt

Kann man jedes Tattoo mit dem Laser entfernen?

Dr. Christoph Schänzle: Nein. Tattoos, die mit weisser Farbe gestochen wurden, kann man nicht entfernen. Sie reagieren nicht auf die Wellenlänge des Laserlichts. Ebenfalls nicht gelasert werden können solche, die mit der Zeit einen Farbumschlag nach hell machen. Und: Bei mehrfarbigen Tattoos gelingt die Entfernung nicht immer hundertprozentig.

Warum ging es bei Daniel Schneider ­vergleichsweise einfach?

Sein Tattoo hatte schwarze Farbe, die gut anspricht. Rot geht noch relativ gut. Schwieriger wird es bei Gelb- und Grüntönen, die kein so gutes Absorp­tionsverhalten zeigen.

Mit wie vielen Sitzungen muss man rechnen?

Das kann man im Voraus nie sagen. Im Regelfall sind es sechs bis zehn Sitzungen. Brauchen wir weniger, ist es gut. Aber es können auch mehr sein.

 

 

Schänzle WPKontakt und Information

Dr. med. Christoph Schänzle

Chefarzt Dermatologie
Facharzt für Dermatologie und Venerologie
Pallas Kliniken

Telefon 058 335 00 00 oder haut@pallas-kliniken.ch
www.pallas-kliniken.ch

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 25.01.2018. Setzte ein Lesezeichen permalink.

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