Das Wunder auf der Treppe

Die Luft ist wieder da, die Kraft kam zurück. Albert Kuster ist wie ausgewechselt. Und dankbar für seine neue Herzklappe.

Herzklappe 7970

Noch vor Kurzem waren schon 14 Treppenstufen zu viel. Auch 80 Spazierschritte am Hang zwangen ihn zum Innehalten. Albert Kuster, 69, aus Zürich blieb bei der kleinsten Anstrengung die Luft weg. «Sogar aufstehen am Morgen war ein Krampf. Oft blieb ich bis um 11 im Bett, weil mir Antrieb und Energie fehlten. Ich war völlig neben den Schuhen.»

Unregelmässigkeiten beim Herzschlag

Den Hirnschlag vor vier Jahren hatte er weggesteckt. Die jetzige Schwäche war anders, das merkte der ehemalige Bahnhofvorstand und spätere Buchhalter ganz genau. «Ich ging zum Gesundheitscheck. Das EKG zeigte Unregelmässigkeiten beim Herzschlag. Der Spezialist sprach von einer Insuffizienz der Aortenklappe. Vor einer Operation hatte ich Angst. Ich probierte es zuerst mit Medikamenten, doch die Therapie half nicht. Prof. Jürg Grünenfelder von der HerzKlinik Hirslanden in Zürich beruhigte mich. Es gebe eine minimal-invasive Operation, die sehr schonend und äusserst erfolgreich sei. Ich vertraute ihm.»

Tränen vor Glück

Dann ging alles schnell. Vier Stunden nach dem Eingriff war Albert Kuster wieder wach. «Ich fühlte mich wunderbar, und als mir mein Blutdruck mitgeteilt wurde, konnte ich es kaum glauben. 123 auf 80, völlig normal. Mein Herz funktionierte wieder tadellos. Es könne sogar sein, dass ich später keine Blutdrucksenker mehr brauchen würde, hatte mir der Professor gesagt. Vor lauter Glück schossen Tränen in meine Augen. Ich empfand tiefe Dankbarkeit.»

Kraft wie früher

Bereits am zweiten Tag ging’s mit der Physiotherapeutin zum Treppensteigen. «Ich hatte wieder Kraft wie früher. Schon am achten Tag nach dem Eingriff konnte ich nach Hause. Die Reha machte ich ambulant. Heute gehe ich mit meiner Partnerin wieder wandern und nordic-walken, trage schwere Einkaufstaschen die Treppen hoch und brauche keine Atempausen mehr. Und am Morgen hüpfe ich um 8 Uhr aus dem Bett. Schliesslich möchte ich mit dem Tag etwas anfangen.»

Wir machen es schonend

Herzchirurg Prof. Dr. med. Jürg Grünenfelder von der HerzKlinik Hirslanden in Zürich hat Albert Kuster operiert.

Herzklappe prof dr med juerg gruenenfelder
Prof. Jürg Grünenfelder

Was haben Sie bei ihm gemacht?

Prof. Grünenfelder: Herr Kuster litt an einer schwer veränderten, undichten Aortenklappe, die ersetzt werden musste. Da er keine weiteren Erkrankungen hatte, haben wir uns im interdisziplinären Team für einen minimal-invasiven chirurgischen Aortenklappenersatz entschieden. Dieser Eingriff wird an der Herz-Lungen-Maschine durchgeführt, jedoch ohne das Brustbein aufzutrennen. Es braucht nur einen etwa vier bis fünf Zentimeter gros­sen Schnitt rechts neben dem Brustbein. Lediglich zwei Rippen müssen etwas gespreizt werden.

Für wen kommt dieser Eingriff in Frage?

Für alle, bei denen nur die Aortenklappe ersetzt werden muss. Wir an der HerzKlinik Hirslanden in Zürich sind die einzigen in der Schweiz, die alle chirurgischen Aortenklappenersatz-Operationen minimal-invasiv durchführen.

Was ist der Vorteil gegenüber der konventionellen Operation?

Wir können das operative Trauma drastisch reduzieren. Patienten nach minimal-invasivem Aortenklappenersatz haben praktisch keine Schmerzen und sind viel schneller wieder auf den Beinen. Auch ist die kleine Narbe später kaum zu sehen.

Wollen Sie mehr wissen?

Die HerzKlinik Hirslanden Zürich besteht aus international anerkannten Spezialisten, die praktisch das gesamte Spektrum modernster Herzmedizin anbieten. Ihre grosse Stärke ist das Team: Alle Behandlungen werden interdisziplinär besprochen. Nicht die einzelne Disziplin steht im Vordergrund, sondern das beste Resultat für den Patienten. Haben Sie Fragen?

Telefon 044 387 97 00, [email protected]

www.swiss-heart-clinic.com

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 14.05.2020.

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