Der Sensor ist mein Lebensretter

Er hatte keinerlei Anzeichen eines Typ-2-Diabetes. «Ich fühlte mich pudelwohl, hatte aber massives Übergewicht und einen Body-Mass-Index von 36. Das war definitiv zu hoch», erzählt Martin Reichlin. Bei einer Routineuntersuchung vor drei Jahren fielen seine hohen Zuckerwerte auf.  Zuerst versuchte man, den Diabetes mit Tabletten zu behandeln. «Leider waren die Werte auch mit Metformin immer noch zu hoch, manchmal 18 oder 20 mmol/l», sagt der 64-Jährige. Von da an begann er Insulin zu spritzen. «Oft musste ich vier Mal am Tag in den Finger stechen, um meine Zuckerwerte zu eruieren. Das war eher mühsam, und mein Glukosespiegel war trotzdem nicht optimal eingestellt. Diese Methode zeigte nur den aktuellen Wert. In einer Stunde konnte alles wieder anders sein», sagt der ehemalige Banker.

Messung ohne Fingerstechen

Eine Kollegin, die wie er im Haus Wäckerling im zürcherischen Uetikon wohnt, empfahl ihm den FreeStyle-­Libre-Sensor mit der kontinuierlichen Glukosemessung. Das System wurde entwickelt, um Patientinnen und Patienten die Zuckermessung zu erleichtern. Also­ kein Fingerstechen und keine Teststreifen mehr. Der grosse Vorteil: Durch die Sensortechnologie werden die Zuckerwerte kontinuierlich im Gewebe gemessen und direkt auf das Smartphone oder Lesegerät übertragen. Diabetiker haben ihre Werte so immer im Blick. Durch das Diabetes-Management mit der kontinuierlichen Zuckermessung kann die Kontrolle auch bei Typ-2-Diabetikern unter Insulintherapie optimiert werden. Allein durch das Tragen des Sensors wird der HbA1-Wert stärker gesenkt als mit der konventionellen Blutzuckermessung. Dies, weil jeder Einfluss auf den Zuckerspiegel, wie zum Beispiel Ernährung, Bewegung, Medikamente oder Stress, sichtbar gemacht wird und man so individuell gute Gewohnheiten erkennen und festigen kann. «Seit ich den kleinen Sensor am Oberarm trage, kann ich selbständig spritzen. Wenn das Lesegerät 11 mmol/l angibt, spritze ich 10 Einheiten. Bin ich unter 4 mmol/l, nehme ich einen Traubenzucker oder esse Früchte.»

Beruhigt schlafen dank Alarmfunktion

Martin Reichlin ist froh, dass die Sensortechnologie von FreeStyle Libre eine Alarmfunktion besitzt. «Wenn in der Nacht meine Werte zu tief sind, reagiert das Gerät sofort und weckt mich. Ich weiss dann, dass ich Schokolade oder Traubenzucker nehmen muss. Ohne Sensor würde ich mich sehr unwohl fühlen. Das Gerät gibt mir Sicherheit, es ist mein Lebensretter.» Den 20-Rappen-kleinen Sensor ersetzt er alle 15 Tage selber.

Der Pen, mit dem Martin Reichlin sich Insulin spritzt, begleitet ihn auch im Ausgang. «Bevor das Essen kommt, spritze ich mir 10 Einheiten. So kann ich den Abend geniessen.» Viel Freude bereitet ihm auch sein Altsaxophon. Am liebsten spielt er Pop, Rock oder Soul. Ein Profi-Saxophonspieler erteilt ihm gratis Unterricht. «Ich hoffe, dass ich in einem Jahr in eine Band eintreten kann.» Auch sein Gewicht bekommt er langsam in den Griff. 15 Kilo hat er mit einer Abnehmspritze in einem Jahr verloren. Gleichzeitig hilft ihm der Sensor, neue und gesunde Gewohnheiten zu entwickeln und diese langfristig zu etablieren. «Der Nachteil ist, dass ich die Spritze selber bezahlen muss. Jene, welche die Krankenkasse für Diabetiker übernimmt, habe ich nicht vertragen. Aber es macht ja Sinn, für die Gesundheit Geld auszugeben.»

Mehr Infos: www.FreeStyle.Abbott