Der Trick mit dem Weissbrot

Aeschbacher-Diät Lektion 260. Dickmacher, ungesund, kaum sättigend. Weissbrot hat nicht den besten Ruf. Teilweise zu Unrecht.

Weissbrot
Quelle: fotolia.de, Urheber Dpin

Was wird dem Weissbrot nicht alles nachgesagt. Es mache nicht nur dick, sondern auch noch krank. Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall sind nur einige von vielen Übeln, die ihm angelastet werden. „Je weisser das Brot, desto schneller bist du tot“, steht in vielen Ernährungsratgebern.

Doch Lebensmittel lassen sich einfach nicht in „gesund“ oder „ungesund“ einteilen. Auf die Vielfalt der Ernährung und das Mass kommt es an. Das gilt auch für Weissbrot. Wer hin und wieder ein Stück davon isst, braucht kein schlechtes Gewissen zu haben. Rund ums Mittelmeer, dessen Küche für viel Gemüse, Olivenöl, Fisch und Obst bekannt ist, wird nichts Anderes als Weissbrot gegessen. Zu jedem Essen wird es ganz selbstverständlich gereicht.

Essen Sie das Brot, das Sie mögen. Lassen Sie Ihren Geschmack entscheiden und nicht hysterische Gesundheitsfanatiker. Wechseln Sie mit den Brotsorten ab, wie mit allem Anderen auch. Natürlich enthält Vollkornbrot mehr Nahrungsfasern, Vitamine und Mineralstoffe und macht länger satt. Zwar kann Weissbrot vom Körper schneller aufgeschlüsselt und verdaut werden als Vollkornbrot und lässt den Blutzucker etwas schneller und höher ansteigen. Dem können Sie jedoch mit einem simplen Trick entgegenwirken.

Isst man vor oder zum Weissmehlprodukt Gemüse oder Salat, wird die Kohlenhydratverdauung verlangsamt. Die Nahrungsfasern aus dem Gemüse übernehmen dann die Aufgabe der Ballaststoffe aus dem fehlenden Vollkornprodukt.

So geht’s:

  • Weissbrot gilt zu Unrecht als Diätfeind Nummer 1. Es gibt keine guten und schlechten Nahrungsmittel.
  • Wer Weissbrot mag, muss nicht darauf verzichten. Ab und zu ein Stück davon schadet niemandem, nicht mal beim Abnehmen.
  • Zu bedenken ist, dass uns Brot mit wertvollem pflanzlichen Eiweiss versorgt. Bis 20 Prozent des täglichen Proteinbedarfes werden durch Brot gedeckt.
  • Hauptbestandteil einer Mahlzeit sollte das Brot jedoch nicht sein, besonders nicht am Abend, auch wenn das „Abendbrot“ eine lange Tradition hat.
  • Zwar wird Weissbrot etwas schneller verstoffwechselt und löst rascher wieder Hunger aus als Vollkorngetreide, dem lässt sich aber mit Gemüse oder Salat entgegenwirken.
  • Überhaupt ist der Belag entscheidend, wie lange man sich satt fühlt und wie viele Kalorien man sich zuführt.
  • Meiden Sie zucker- und fetthaltige Brotbeläge. Bevorzugen Sie leichte, eiweissreiche Aufstriche oder Beilagen wie Magerquark, mageres Fleisch oder Fisch.
  • Schneiden Sie das Brot in dünne Scheiben. Zwei dünne sättigen besser als eine dicke, die genau gleich viel wiegt.
  • Toastbrot ist nur mit Zurückhaltung zu empfehlen. Es enthält mehr Fett, Zucker und Zusätze, damit es länger haltbar ist.

Fazit:

Weissbrot hat eine lange Tradition und ist in vielen Kulturen fest verankert. Böse oder sogar ungesund kann dieses Grundnahrungsmittel deshalb nicht sein. Solange es nicht Hauptbestandteil einer Mahlzeit ist und wenn die Beilagen stimmen, steht seinem Genuss nichts im Wege, nicht einmal beim Abnehmen.

Unser Tipp:

Der Bestseller „Die Aeschbacher-Diät“ Band 1 und Band 2 können Sie jetzt in unserem Shop kaufen. Das sind 400 Seiten zum Thema Abnehmen, mit 100 Lektionen und 10 Erfolgsgeschichten.

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 21.03.2019.

Kommentare sind geschlossen.