Die 12 grössten Diät-Lügen

Aeschbacher-Diät Lektion 258. Wer eine Diät machen will, riskiert, einer obskuren Theorie aufzusitzen und enttäuscht zu werden. Wir haben die ärgsten Fallen aufgelistet.

Diät Lüge
Quelle: fotolia.de, Urheber: somartin

Schneller Erfolg wird versprochen. Kalorien verbrennen in der Nacht. Von Enzymen wird geredet, welche die Fettverbrennung ankurbeln sollen. Vom inneren Schweinhund, den man beim Abnehmen überwinden müsse. Verzeihung, das ist nicht unsere Sprache. Weder glauben wir an Wunder noch an den Erfolg von Selbstquälerei.

Wer nachhaltig abnehmen will, muss aufhören, abstrusen Versprechen aufzusitzen, jeder neuen trendigen Diät nachzurennen und teuer bezahlten Promis nachzueifern. Er oder sie muss aber auch endlich Schluss machen, sich und seinen Körper zu hassen, sich für jeden Fehltritt mit noch mehr essen zu bestrafen und zu glauben, es müsse doch klappen, wenn man nur diszipliniert genug sei.

Negative Kalorienbilanz

Um Gewicht zu reduzieren, braucht es im Grunde genommen nur etwas; eine negative Kalorienbilanz. Will heissen, man verbrennt mehr als man an Kalorien zu sich nimmt. Klingt einfach, und ist es auch, wenn man die vielen Diätlügen entlarvt und sich stattdessen ein paar Tricks aneignet. Sonst tappt man bei der nächst besten Gelegenheit gleich wieder in die sattsam bekannten Fallen.

So geht’s:

1. Die Schilddrüse oder die Gene sind schuld

Fast nie. Trotzdem tragen das viele Menschen als Entschuldigung vor. Höchstens bei einem von tausend Übergewichtigen findet man ein Problem mit der Schilddrüse. Und auch die Gene machen nicht automatisch dick. Viel mehr ins Gewicht fällt der Lebensstil. In den allermeisten Fällen liegt es schlicht und einfach an der falschen Ernährung.

2. Schneller Erfolg ist wichtig

Wer so denkt, wird scheitern. Es kann gut sein, dass in den ersten Wochen auf der Waage rein gar nichts geht, weil Fett durch Muskulatur ersetzt wird. Mehr als ein bis zwei Kilo minus pro Monat sind ohnehin nicht gut.

3. Zum Abnehmen muss man bloss weniger essen

Falsch. Wer zu wenig isst, gerät in den Hungerstoffwechsel. Dieses Notprogramm verhindert einen nachhaltigen Gewichtsverlust und wird bei den meisten herkömmlichen Diäten aktiviert. Je mehr Hungerdiäten jemand macht, umso stärker sinkt der Grundumsatz.

4. Mit Heilfasten kann man den Körper entgiften und Pfunde verlieren

Vergessen Sie das! Im menschlichen Organismus fallen keine Schlacken an, sondern nur Stoffwechselprodukte, die über die Leber oder die Nieren ausgeschieden werden. Mehrtägige Fastenkuren sind für den Körper Stress pur. Bei anschliessender Normalkost wandern die Kalorien direkt in die Fettdepots.

5. Zwischenmahlzeiten helfen beim Abnehmen

Es ist schon sehr verwirrend. Lange wurde geraten, drei Hauptmahlzeiten und zwei Snacks im Tag zu essen. Vergessen Sie diesen Quatsch. Denn nach jeder Mahlzeit steigt das Dickmacherhormon Insulin. Eine bis zwei lange sättigende Mahlzeiten pro Tag und möglichst lange nüchterne Phasen sind ideal zum Abnehmen.

6. Vollkorn macht schlank

Stimmt leider nur sehr bedingt. Denn ob Brot, Nudeln oder Reis, die Vollkornvarianten haben fast gleich viele Kalorien wie jene aus Weissmehl. Trotzdem sollte man wegen des höheren Gehaltes an Nahrungsfasern, Mineralstoffen und Vitaminen immer Vollkorn bevorzugen. Aber dran denken: Wer auf Vollkorn umsteigt, nimmt nicht automatisch ab.

7. Trennkost lässt die Kilos purzeln

Das ist nicht haltbar. Es kommt nicht darauf an, ob man Eiweiss und Kohlenhydrate separat isst. Allein die Gesamtenergiemenge ist ausschlaggebend. Nützlich ist hingegen, bei jeder Mahlzeit reichlich Gemüse und etwas Obst zu essen. Das ist der Hauptgrund, weshalb es einigen gelingt, mit Trennkost abzunehmen.

8. Vegetarier nehmen leichter ab

Allein durch den Verzicht auf Fleisch wird man nicht schlank. Denn auch eine vegetarische oder vegane Ernährung kann sehr fett- und kohlenhydratreich sein, wenn man sich nicht achtet. Dass die meisten Vegetarier oder Veganer schlanker als Fleischesser sind, liegt eher daran, dass sie allgemein gesünder leben, auch weniger Alkohol trinken und sich mehr bewegen.

9. Fett macht dick

Eine übertriebene Fettreduktion bringt nichts. Einer der grössten Ernährungsfehler ist hingegen der viel zu hohe Kohlenhydratanteil in unserer Ernährung. Kohlenhydrate sind vor allem Betriebs- und nicht Baustoffe. Eine starke Einschränkung der Kohlenhydrate und die Verbannung von Zucker sind der sicherste Weg zum Traumgewicht.

10. Light-Produkte helfen beim Abnehmen

Überhaupt nicht. Ihre Zusammensetzung ist meistens immer noch alles andere als light. Denn das fehlende Fett wird mit anderen ungesunden Zutaten ersetzt, damit der Geschmack stimmt. Setzen Sie also lieber auf naturbelassene statt auf verarbeitete Lebensmittel.

11. Ananas verbrennt Fett

Es gibt keine Fatburner, ausser man tut selber etwas. Jede Enzym-Diät ist blanker Unsinn. Enzyme aus der Nahrung werden wie alle Eiweisse im Darm aufgespalten und gelangen weder in den Blutkreislauf noch ins Fettgewebe. Seien Sie immer sehr skeptisch, wenn behauptet wird, etwas kurble die Fettverbrennung an. Solche Aussagen sind dümmlich.

12. Mit Smoothies kann man abnehmen

Sicher nicht. Denn sie enthalten bombastische Mengen an Fruchtzucker, wofür unser Körper überhaupt nicht eingerichtet ist. Der viele Fruchtzucker täuscht unser Sättigungsgefühl. Oft enthalten Smoothies sogar mehr Kalorien als Cola. Wer Smoothies als Ersatz für das Frühstück oder als Zwischenmahlzeit einsetzt, wird seine blauen Wunder erleben. Ganz verheerend sind mehrtägige Smoothie-Diäten. Essen Sie Obst, Gemüse und Salate in ihrer ursprünglichen Form.

Fazit:

Das Meiste, was man über gesunde Ernährung und Abnehmen liest, ist schlicht falsch. Seien Sie kritisch, verlassen Sie sich auf den gesunden Verstand und auf ein gutes Körpergefühl.

Unser Tipp:

Der Bestseller „Die Aeschbacher-Diät“ Band 1 und Band 2 können Sie jetzt in unserem Shop kaufen. Das sind 400 Seiten zum Thema Abnehmen, mit 100 Lektionen und 10 Erfolgsgeschichten. 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 07.03.2019. Setzte ein Lesezeichen permalink.

Kommentare sind geschlossen.