Die 7 grössten Fehler in der Küche zuhause

Was macht am meisten dick, wenn man zuhause isst? Theres Tschudi, Ernährungscoach und Mutter von sechs Kindern aus Matt GL, über die Ernährungsfallen in der heimischen Küche.

Tschudi Matt

1. Einkaufen ohne Verstand

Der dümmste Einkaufszettel ist unser Gluscht. Sich beim Einkaufen davon leiten zu lassen, kann verheerend sein. Besser: Stellen Sie zuhause eine Einkaufsliste zusammen – anhand der Menüs, die Sie vor haben zu kochen. So kann Zeit, Geld und Ärger über fehlende Nahrungsmittel gespart werden, und Sie behalten den Überblick über das Reich Ihrer Küche.

2. Billige Produkte im Sonder- und Doppelpackangebot

Die Werbung will uns Vieles schmackhaft machen, je grösser und billiger, desto mehr kann gespart werden. Leider oft am falschen Ort. Besser: Obst und Gemüse saisonal und regional einkaufen, Milchprodukte und Fleischwaren direkt vom Bauern oder im Laden mit regionaler Aufschrift, Süssigkeiten gezielt und in kleinen Mengen. Damit spart man nicht nur Geld, sondern auch Kalorien und ungesunde Zusatzstoffe.

3. Immer das Gleiche

Oft fehlen die Ideen, es schleicht sich ein sehr begrenztes, langweiliges Repertoire ein. Besser: Augen und Ohren offenhalten, neue Rezepte in einem Ordner sammeln, Kochbücher durchsuchen, wenn etwas entdeckt, gleich ausprobieren.

4. Fertigprodukte

Wenig Zeit, keine Lust und Ideen verleiten schnell zum Kauf von Fertigprodukten, die jedoch zu viele Zusatzstoffe, zu viel Zucker und zu viel Salz enthalten. Besser: ebenso schnell sind Salzkartoffeln mit Quarkdipp, 2-Minuten-Polenta, Salat mit Käsestückchen und Kernen zubereitet.

5. Riesenportionen

Zu viel gekocht, Sättigungsgefühl überhört und schon zum zweiten Mal geschöpft? Besser: einmal schöpfen, gut kauen, geniessen. Resten für den Abend oder den nächsten Tag aufbewahren. Kleine Vorräte sind oft willkommen.

6. Essen ohne Hunger

Dass wir uns morgens, mittags und abends an den Tisch setzen und essen, ist eine feste Gewohnheit. Dagegen spricht nichts, wenn wir nicht automatisch essen, auch wenn kein Hungergefühl vorhanden ist. Besser: Auch mit einer grossen Tasse Tee oder Kaffee darf an der Tischrunde teilgenommen werden.

7. Zu schnell und unbewusst essen

Dinge, die regelmässig geschehen, werden zur Gewohnheit, so auch das Essen. Oft wird den täglichen Mahlzeiten kaum mehr die nötige Beachtung geschenkt, nur noch schnell reingestopft. Besser: Speisen schön anrichten, sich Zeit zum Kauen nehmen, da hier bereits erste Schritte der Verdauung einsetzen, und sich bewusstmachen, woher die Nahrungsmittel stammen. Haben Sie sich schon einmal den Weg einer Kartoffel vom Acker bis auf den Teller vorgestellt?

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 08.11.2018. Setzte ein Lesezeichen permalink.

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