Die Atemstillstände sind weg

Wer im Schlaf nicht genügend Luft bekommt, lebt gefährlich. Schwere­ ­gesundheitliche Störungen können die Folge sein. Ein Zungenschrittmacher lässt Betroffene wieder entspannt durchschlafen.

Keine Schlafapnoe mehr dank Zungenschrittmacher,

Schon seit 15 Jahren leidet Armin Ernst an Obstruktiver Schlafapnoe. Darauf aufmerksam gemacht hat ihn seine Partnerin. «Sie hatte bemerkt, dass ich mehrmals in der Nacht aufhörte zu atmen und dann sehr laut nach Luft rang», sagt der 66-Jährige. «Ich habe davon nichts mitbekommen.» Er litt weder unter belastender Tagesmüdigkeit noch an anderen Symptomen der Schlafapnoe. Armin Ernst hat sich aber trotzdem abklären lassen. Die Diagnose stand schnell fest, und er erhielt eine CPAP-Maske. «Ich bin nicht z’Schlag cho mit dem nächtlichen Überdruck», erzählt der ehemalige Chauffeur. «Die Maske lag fast jeden Morgen neben dem Bett.» Vor eineinhalb Jahren hörte Armin Ernst von der neuen Therapie mit Inspire und liess sich das winzige Gerät implantieren. «Mir geht es heute sehr gut. Meine Partnerin sagt zwar, dass ich hie und da immer noch ein wenig schnarche. Aber die Atemstillstände sind weg.»

Überflutung mit Kortisol und Adrenalin

Lautes Schnarchen, Atemaussetzer, Tagesmüdigkeit, Erschöpfung und Konzentrationsstörungen sind die häufigsten Symptome einer Schlafapnoe. Menschen mit Schlafapnoe erleben mehrere Hundert Stresssituationen pro Nacht. Durch die nächtlichen Atemaussetzer bekommt der Körper nicht genug Sauerstoff und wird wiederholt mit Stresshormonen wie Kortisol und Adrenalin überflutet. Das Gehirn als Schaltzentrale reagiert auf den gestörten Schlaf besonders empfindlich. Bei einer Schlafapnoe, die jahrelang nicht behandelt wird, treten häufig schwere gesundheitliche Störungen auf. Die nächtlichen Atemaussetzer und die Tagesschläfrigkeit können Unfälle und familiäre Probleme verursachen sowie langfristig zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Vor allem die Schlaganfall-Rate steigt deutlich an.

Alternative zur Atemmaske

So wie Armin Ernst geht es vielen Schlafapnoe-Patienten und -Patientinnen. Die gebräuchlichste Behandlung ist die nächtliche Überdruckmaske. Die Maske ist über einen Schlauch mit einem neben dem Bett stehenden Gerät verbunden, der die Atemwege mit leichtem Überdruck offenhält. Doch nicht alle Betroffenen kommen mit der nächtlichen Überdruckmaske zurecht. Für Schlafapnoe-Betroffene, denen die Maske Probleme oder lästige Nebenwirkungen bereitet, gibt’s jetzt eine Alternative – die Inspire-Therapie (alle Infos dazu hier).

Das im Brustkorb implantierte Gerät ist so klein wie ein Herzschrittmacher und stimuliert mit einer Elektrode gezielt den Zungennerv. Dadurch wird verhindert, dass die Zunge im Schlaf erschlafft und die Atemwege verschliesst. Die Stimulation ist so sanft, dass Betroffene davon nicht gestört werden und morgens erholt aufwachen. Auf Knopfdruck wird Inspire vor dem Zubettgehen ein- und am Morgen wieder ausgeschaltet. Der Eingriff zum Einsetzen des Zungenschrittmachers erfolgt minimalinvasiv.

Die Inspire-Therapie hilft

Leiden Sie oder Ihr/e Bettpartner/in unter lautem Schnarchen, und wachen Sie morgens müde auf? Ein kurzer Selbsttest auf www.inspiresleep.ch zeigt, ob Sie gegebenenfalls an Obstruktiver Schlafapnoe leiden. Hier erfahren Sie auch alles zur Inspire-Therapie. Oder rufen Sie gleich an: kostenlos und unverbindlich Telefon 0800 893 903, Montag bis Freitag, 9–17 Uhr.

Das meint der Schlafmediziner

Inspire Arto Nirkko Neurozentrum
Prof. Dr. med. Arto Nirkko, Facharzt Neurologie FMH und Schlafmedizin SGSSC im Neurozentrum Luzern

Prof. Arto Nirkko freut sich über diese dringend nötige Erweiterung der Behandlungsmöglichkeiten von Schlafapnoe: «Wir bieten die Hypoglossus-Stimulation als eines der wenigen Schlafzentren der Schweiz unseren Patienten an.»

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 17.11.2022.

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