Sex ist die schönste Sache der Welt. Für die körperliche Liebe gibt es eine unüberschaubare Anzahl von Begriffen. Zur gelungenen erotischen Verführung braucht es eine passende Kommunikation. Leider ist das bis jetzt noch kein Schulfach. Das zeigt sich darin, dass viele Paare genau dann aneinander vorbeireden, wenn sie signalisieren möchten: Du ich hätte jetzt gerade voll Lust auf Dich. Sie landen dann ziemlich ungeschickt in der sogenannten Anti-Verführung. Das heisst, die erotische Liebesbotschaft kommt beim andern gar nicht erst an, oder stösst ihn sogar ab.
In der Paartherapie frage ich jeweils: „Wie signalisieren Sie Ihrem Liebsten, dass Sie Lust auf die Lust haben? Wie erklären Sie Ihrer Liebsten, dass jetzt genau der richtige Zeitpunkt ist, um zu Schmusen, oder was auch immer daraus entsteht?“

Beispiele aus dem Praxisalltag
Er sagt: „Schatz, ich gehe noch duschen!“ Er möchte ihr eigentlich mitteilen: „Ich hätte heute Lust auf Dich!“ Sie denkt: „Duschen ist immer gut. Was hat das mit mir zu tun?“
Sie sagt: „Ich bin im Fall oben im Bett und lese noch ein Buch!“ Sie möchte ihm damit mitteilen: „Ich erwarte Dich nackt im Bett!“ Er denkt: „Viel Spass beim Lesen! Ich schaue noch den Krimi fertig.“
Fragen Sie sich doch mal, wie Sie Ihrem Partner signalisieren, dass Sie Lust haben. Sind es Worte, Gesten oder reden Sie kryptisch? Fragen Sie Ihre Partnerin: „Woran kann ich erkennen, dass Du gerade heute mit mir zärtlich sein möchtest?“
Manche Begriffe sind erotische Verführungskünstler, andere hingegen regelrechte Abturner. Doch selbstverständlich soll jedes Paar für sich entscheiden, welche Flüsterwörter am besten zu beiden passen. Wählen Sie Begriffe, die nur Sie beide als Geheimsignal verstehen.
Die Begriffe: humorvoll, liebevoll, derb und vulgär
Vernaschen
schwing Dein Ding
sich glücklich machen
Schiff versenken
dem Storch Arbeit geben
schnackseln
intime Gymnastik-Übungen
die Schlange in der Urwald schicken
Nachwuchsproduktionsübung
feucht durchwischen
(her)nehmen
verlustieren
vernaschen
Quickie
pennen
aufs Kreuz legen
zur Sache gehen
21-Fingerübung
glücklich machen
kleine Schwimmer befreien
Knick-Knack
sich in den weichen Sattel schwingen
flöten
lustgärtnern
Kopfkissen teilen
den Zug durch den Schwarzwald fahren lassen
den Denkmodus ausknipsen
durchnudeln
die Ehe vollziehen
durchpimpern
herumsauen
imkern bis der Honig fliesst
in die Kiste hüpfen
lustreiten
die Nachbarn wecken
und besonders für Juristen: einstweilige Vergnügung
Lesen Sie hier Teil 1: Bitte ein neues Wort für Penis!
Lesen Sie hier Teil 3: Orchidee – oder Pussy?