«Die Massnahmen gegen Corona waren masslos übertrieben!»

Flag of Switzerland on the wall with cracked stone with Coronavirus name on it. 2019 - 2020 Novel Coronavirus (2019-nCoV) concept, for an outbreak occurs in the Swiss Confederation. Bild: AdobeStock, Urheber: bekulnis

Im Nachhinein ist man immer klüger

Sicher war es kein Betrug. Ich kenne einige, die an Corona erkrankt waren und sehr lange darunter litten. Wer weiss schon, ob die Massnahmen übertrieben waren oder nicht. Im Nachhinein will es jeder besser wissen. Aber im Moment sofort das richtige tun, ist enorm schwer. Wenn alle Klugscheisser die Krankheit durchgemacht hätten, würde es anders tönen.

Im Vergleich zum Ausland ging es uns noch gut

Ich bin es leid, immer wieder von solch leiernden Verschwörungstheorien zu lesen, von Menschen, die das Thema Corona immer noch zu gerne bewirtschaften wollen und dadurch vergessen: Das Leben geht schon längst weiter! Im Nachhinein ist man immer schlauer, sagt eine alte Weisheit. Ich bin der Meinung, dass die damals getroffenen Corona-Massnahmen im angemessenen Rahmen waren. Im Vergleich zum Ausland ging es bei uns ich der Schweiz noch gut.

Ich werde mich nicht mehr impfen lassen

Ich habe mich impfen lassen, ich bereue es sehr. Seit den lmpfungen funktioniert mein Immunsystem nicht mehr, habe seither schleimige Fäden im Mund. Hausarzt, Zahnarzt, Hals-Nasen-Ohrenarzt wollen alle nichts sehen, ich bin am Verzweifeln. Es ist sehr unangenehm und niemand Hilft mir, darum werde ich mich nicht mehr impfen lassen, auch Grippeimpfung kommt nicht mehr in Frage.

Die Massnahmen waren übertrieben

Das Virus gibt es, aber die Massnahmen zur Bekämpfung waren übertrieben. Man hat Ungeimpfte verunglimpft und ausgeschlossen und sie als Schwurbler bezeichnet. Ich, 72jährig, ehemalige IPS-Pflegefachfrau, war samt meinen erwachsenen Söhnen und Töchtern nicht geimpft. Was bei meinen Kindern bleibt, ist das Misstrauen gegenüber der Politik und den Medien. Als Nachwirkungen bleiben zerstrittene Familien, abgebrochene Freundschaften, falschangewandte Alltagshygiene und psychische Probleme.

Behaltet das Andenken an die unzähligen Opfer

Ich bin entsetzt ob dieser Corona-Leugner wie die Leserin in Ihrem Bericht. Sie hat sicher Corona nicht gehabt, auch niemanden verloren. Man denke an die vielen tausend Menschen weltweit, die Corona nicht überlebt haben und jämmerlich, isoliert, ohne Familie sterben mussten. Schon denen und ihren Angehörigen gegenüber ist es absolut unangebracht, dieses Virus zu verleugnen. Mein Mann und ich sind damals beide daran erkrankt. Da wir geimpft waren, hatten wir zum Glück Auswirkungen „nur“ wie eine starke Grippe, aber es hat uns beiden gereicht. Bitte liebe Gegner, ihr dürft gerne dagegen sein, aber behaltet es im Andenken an die unzähligen Opfer für euch.

Behauptungen wurden wie Fakten dargestellt

Corona bleibt irritierend. Während und nach der Pandemie haben sich viele – auch selbsternannte – Fachleute zu Wort gemeldet mit völlig kontroversen Stellungnahmen. Da wird es für die verunsicherten Laien unmöglich, sich richtig zu verhalten. Als Folge dieser Verunsicherung sind dann Nicht-Fachleute mit abstrusen Meinungen und Vorwürfen aufgetreten. Die Medien haben zur totalen Verwirrung beigetragen, indem sie Vermutungen und Behauptungen wie Fakten darstellten. Aus dieser Situation heraus hätte ich erwartet, dass nach der Pandemie eine Richtigstellung resp. Aufarbeitung erfolgt. Ich erwarte immer noch, dass der sonst besonnene Bundesrat bald einen entsprechenden Bericht in Auftrag gibt, denn bei ähnlich verfahrenen Situationen war dies möglich und hat vertrauensbildend gewirkt.

Die Schweizer Behörden haben richtig reagiert

Ich bin erschüttert, dass das Thema auch fünf Jahre nach Ausbruch noch so hohe Wellen schlägt und es offensichtlich immer noch Coronaleugner gibt hierzulande. Wenn ich daran zurückdenke, war es eine sehr schwierige Zeit, weil man mit einem Virus konfrontiert war, das neu war und niemand so genau wusste, was da genau auf die Menschheit zukommt. Zudem kommen mir immer noch die Bilder hoch mit den vielen Särgen in Bergamo. Das kann doch nicht alles nur Show gewesen sein. Nach meiner Meinung haben die Schweizer Behörden richtig reagiert und mit den flächendeckenden Impfungen ist das Ziel der Immunisierung eines grossen Teils der Bevölkerung erreicht worden. Wie man ja festgestellt hat, sind damals viele bereits durch andere Krankheiten geschwächte Personen an Corona gestorben, daher ist es nachvollziehbar, dass der Arzt auf dem Totenschein Corona hingeschrieben hat. Ich habe in der Coronazeit in der Pflege gearbeitet und mich immer gut gegen das Virus geschützt, aber es hat mich auch einmal erwischt, ich hatte eine sehr starke Erkältung und anschliessend mehrere Monate reissende Gliederschmerzen trotz Grippe- und allen Coronaimpfungen. Ich glaube nicht, dass das Coronavirus in den ersten Jahren so harmlos war, wie es jeweils gerne von Coronaleugnern dargestellt wird.

Scheinbar gebildete Leute haben einen riesigen Quatsch verbreitet

Corona gab es definitiv und dafür gibt es genügend Beweise. Die Schweiz hat meines Erachtens sehr gut darauf reagiert und ihr Möglichstes getan, um die Bevölkerung so gut als möglich zu schützen. Wenn ein solches Ereignis zum ersten Mal auftaucht, passieren immer Fehler, und daraus lernt man für das nächste Mal. Dann kam ja sehr schnell die sehr wirksame Impfung und die Coronafälle sind relativ schnell zurück gegangen. Dann wurden Unterschriften von den Corona- und Impf-Gegnern gesammelt und ich habe mich länger mit einer sehr netten und anscheinend vernünftigen Dame unterhalten. Ich hatte die erste Impfung ohne Probleme bereits hinter mir. Sie hat mir prophezeit, dass ich höchstens noch drei Monate am Leben bleiben würde, da mir ein Chip eingepflanzt worden sei, der die Menschen umbringt, um die Überbevölkerung zu stoppen. Dafür verantwortlich war anscheinend Bill Gates! Voller Überzeugung hat sie diese Unterschriften gesammelt und versucht, mich ebenfalls zu bekehren. Ich verstehe heute noch nicht, dass anscheinend intelligente und gebildete Leute so einen Quatsch verbreiten und behaupten, dass es Corona gar nicht gibt. Haben diese Leute nie die schockierenden Bilder aus all den Spitälern gesehen? Doch, aber das sei alles fürs Fernsehen gestellt worden – unglaublich! Ich selbst habe nach der 3. Impfung Corona ebenfalls zweimal erwischt und problemlos überstanden und ich bin doch schon 85 Jahre alt. Inzwischen sind wir ja alle dank der verschiedenen Massnahmen ziemlich immun geworden. Mein Mann und ich sind sehr dankbar dafür, wie gut die Schweizer Regierung und das Gesundheitswesen mit dieser Krise umgegangen sind.

In Alters- und Pflegeheimen war es einfach nur schrecklich

Ich finde es gut, dass ich mich zu diesem Thema äussern kann. Ich habe mich vier Mal impfen lassen, nur um noch einigermassen ein normales Leben führen zu können. Für mich war die Situation in den Alterszentren etc. total schwierig. Einerseits für die Bewohner/innen und andererseits für alle Angehörigen, Freunde und Bekannte, etc. Alte Menschen und die kleinen Freuden, die diese noch haben, alles wurde unterbunden. Glasscheiben mit Telefon usw., keine Umarmung, kein Händedruck usw. In gewissen Situationen wurde einfach für mich überreagiert. Wenn jemand im Sterben liegt und nicht mal der/die Lebenspartner/in darf bei dieser Person sein. Einfach nur schrecklich für alle Beteiligten. Mein eigenes Beispiel: Während Corona musste ich mich von meinem geliebten Hund verabschieden. In der Klinik, wo er eingeschläfert werden musste, durfte mein Lebenspartner nicht mit hinein. Es hat geheissen, es darf nur eine Person dabei sein. Mit meiner Trauer musste ich allein klarkommen. So gibt es noch tausende Vorkommnisse, die Menschen ertragen mussten. Bis heute gibt es unüberbrückbaren Streit zwischen Familien, Freunden, Bekannten usw. Diese Corona-Zeit ist ein schreckliches Kapitel und ich hoffe, dass sowas in dieser Form nicht mehr geschieht.