Diese Medikamente sind wahre Sextöter

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Ein Viertel aller Rezepte wird nicht eingelöst, und die Hälfte der Rezepte gegen chronische Erkrankungen wird nicht wie verordnet eingenommen. Es gibt verschiedene Faktoren, warum sich Patienten so entscheiden. Ein oft genannter sind die Nebenwirkungen, die sich negativ auf das sexuelle Erleben auswirken. Ein amerikanischer Urologe stellt auf der Medizin-Plattform Medscape sechs Gruppen von Medikamenten vor, mit denen Patienten aufgrund der sexuellen Nebenwirkungen Probleme haben können.

  • Blutdruck-Mittel zur Senkung des Risikos von Herz-Kreislauferkrankungen. Blutdrucksenker sind berüchtigt, weil sie sich negativ auf die Erektionsfähigkeit auswirken. Alles, was die Blutzufuhr zum Penis beeinträchtigt, führt zu einer erektilen Dysfunktion. Betablocker sind im Hinblick auf die Sexualität besonders schlimm. Der Puls steigt während der sexuellen Stimulation normalerweise an. Betablocker senken aber die Herzfrequenz.
  • Alphablocker bei gutartiger Prostatavergrösserung. Sie können das Sexualleben eines Mannes in zweierlei Hinsicht beeinflussen. Erstens senken die Medikamente der 1. Generation auch den Blutdruck und bringen daher das gleiche Problem wie alle Blutdrucksenker mit sich. Zweitens kann eine retrograde Ejakulation in die Blase das sexuelle Erleben stören. Das kann auch mit der neueren Generation von Alphablockern geschehen.
  • Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, SSRI, gegen Depressionen haben alle eine sexuelle Nebenwirkung, die sowohl für Männer als auch für Frauen beeinträchtigend sein kann. SSRI verzögern die Ejakulation und den Orgasmus.
  • Andere Antidepressiva beeinflussen die Libido ebenfalls. Einige senken die Spermienzahl dramatisch. Es kann sogar vorkommen, dass Samenzellen im Ejakulat komplett fehlen. Das ist kein Grund, Depressionen nicht medikamentös zu behandeln. Die Patienten sollten aber über die Nebenwirkungen aufgeklärt werden.
  • Prostata-Medikamente bei fortgeschrittenem Karzinom. Sowohl Hormontherapien der 1. Generation als auch die neueren Medikamente vermindern die Libido drastisch, indem sie den Testosteron-Spiegel senken. Da das Karzinom hormonsensitiv ist, gibt es keine Möglichkeit, das Testosteron zu erhöhen, ohne das Risiko einzugehen, dass der Krebs wächst.
  • PDE5-Hemmer für die Potenz. Es mag seltsam klingen, dass Medikamente für eine starke Erektion Nebenwirkungen haben. Nach Einnahme dieser Substanzen können sich Kopfschmerzen, eine verstopfte Nase, Gesichtsrötung und Sodbrennen einstellen und den Spass verderben. Tipp: vor der Einnahme etwas Leichtes essen, Alkohol meiden, ausreichend trinken und die Nebenwirkungen mit rezeptfreien Medikamenten wie Paracetamol oder Ibuprofen bekämpfen. So lassen sich die schönen Momente geniessen.