Diesen Wert müssen alle kennen

Bluttest im Labor Bild: AdobeStock, Urheber: shyin_stats

Langzeitblutzucker nennt man ihn, weil er angibt, wie hoch der Blutzucker in den letzten 8 bis 2 Wochen im Durchschnitt war. Dabei wird gemessen, wie viel Zucker an das rote Blutfarbstoffprotein Hämoglobin gebunden ist. Je höher der Blutzucker über längere Zeit war, desto mehr Hämoglobin wird verzuckert.

HbA1c zeigt nicht nur eine Momentaufnahme wie eine einzelne Blutzuckermessung, sondern die langfristige Blutzuckerkontrolle. Deshalb wird er verwendet, um einen Diabetes zu diagnostizieren, den Erfolg einer Diabetesbehandlung zu beurteilen sowie das Risiko für Folgeerkrankungen abzuschätzen. Ein dauerhaft erhöhter HbA1c ist mit einer höheren Gefahr für Schäden an Augen, Nieren Nerven sowie Herz und Blutgefässen verbunden.

Das macht ihn zum wohl wichtigsten Laborwert des Stoffwechsels. Selbst leicht erhöhte Blutzuckerwerte sind viel gefährlicher als gemeinhin angenommen wird. Das Heimtückische am Diabetes-Typ-2 ist, dass er anfänglich kaum oder gar keine Symptome macht, aber bereits massive Folgen für die Gesundheit haben kann. Namentlich das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko ist stark erhöht. Hinzu kommen Organschäden, beispielsweise an den Augen oder an den Nieren.

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Schon 3 bis 5 Kilo weniger stoppen die Zuckerkrankheit

Allerdings entsteht Diabetes-Ty-2 nicht plötzlich über Nacht, sondern entwickelt sich langsam. Wird er rechtzeitig erkannt und packen die Betroffenen die notwendigen Lebensstiländerungen an, lässt sich der Diabetes in den meisten Fällen verhindern. Bereits wenige Kilo abnehmen kann die Krankheit stoppen.

Dringend zu empfehlen ist eine Beschränkung auf zwei Mahlzeiten pro Tag, der Verzicht auf alle schnell resorbierbaren Kohlenhydrate, das heisst, auf alle Arten von Zucker, auf sämtliche Fertigprodukte, Süssgetränke etc. Sowie Umstellung auf eine eiweissbetonte, gemüsereiche Ernährung.

Besser 5000 Schritte am Tag als gar nichts

Bewegen Sie sich, mindestens eine halbe Stunde jeden Tag. Ideal sind 10’000 Schritte. Auch schon 5000 können viel bewirken. Das gilt vor allem für Durchschnittsschweizer, die es oft nur auf 2000 bis 3000 Schritte täglich bringen.

Interventionsprogramme an vielen Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigen, dass es mit einfachen Lebensstiländerungen möglich ist, die Blutzuckerwerte auch ohne Medikamente zu normalisieren und sich vor dem Ausbruch des Diabetes zu schützen. Auch die Betroffenen berichten, dass sie sich durch die einfachen Massnahmen besser fühlen und mehr Energie haben, um ihren Alltag bewältigen zu können.

Wer ist gefährdet und sollte seine Blutzuckerwerte kontrollieren lassen? Alle mit Übergewicht und einem erhöhten Bauchumfang. Menschen mit hohem Blutdruck und schlechten Blutfettwerten. Je früher solche Risikokonstellationen erkannt und angegangen werden, desto eher lassen sich chronische Erkrankungen wie Diabetes abwenden.