Dieses Mitgefühl tut unendlich gut

Liebevolle Mails, grosse Hilfsbereitschaft. Der Bericht von Silvia Stucki löste viel Betroffenheit und Solidarität unter den Leserinnen und Lesern aus.

MS

Silvia Stucki war ein fröhlicher Mensch und eine vorbildliche Mutter, bis die Krankheit Multiple Sklerose sie aus der Bahn warf. Jetzt plagen sie körperliche, seelische und finanzielle Nöte. Die ständige Müdigkeit setzt ihr genau so zu wie die Einsamkeit.

Hier können Sie den Bericht von letzter Woche nachlesen.

Tröstende Worte

Das riesige Echo auf ihren Hilferuf hat sie überwältigt: „Vielen, vielen Dank für all die wunderbaren Mails. Ich hätte nie gedacht, dass mich so viele tolle Rückmeldungen erreichen. Bin fast ein wenig überfordert gewesen, als ich soviel Mitgefühl gespürt habe. Die liebevollen und tröstenden Worte und das aufrichtige Bedürfnis zu helfen tun unglaublich gut, geben so viel Mut und Kraft. Zu spüren; nein, ich bin nicht alleine! Da braucht die Depression gar nicht mehr an die Tür zu klopfen. Ich werde nun anfangen, jedes Mail mit einigen persönlichen Worten und einem grossen Dankeschön zu beantworten.“

Unzählige Mails

Hier ein paar Auszüge von den unzähligen Mails, die Silvia Stucki auf ihren Bericht erhalten hat: „Hut ab! Ich kann mir nur grob vorstellen, wie Sie fühlen müssen betreffend Ängsten, Schmerzen, negativen Gedanken und mit dem Umgang mit Ihrer Krankheit. Was ich aber mit Bestimmtheit weiss, ist, dass es unglaublich viel Mut braucht, sich quasi nackt mit allen Sorgen und Gefühlen der Öffentlichkeit so zu stellen; dafür bewundere ich Sie, und Sie haben bestimmt anderen Menschen einen Ausweg gezeigt. Meiner Meinung nach sollte ein solcher Mut belohnt werden, weshalb mein Mann und ich Ihnen gerne mit einem kleinen Zustupf ein bisschen helfen möchten.“

Ein Batzen für ein Nachtessen

„Ich bin in der glücklichen Situation, eine gesunde Familie und eine gewisse finanzielle Sicherheit zu haben; ich bin zwar momentan noch auf Stellensuche, aber das wird bald wieder. Gerne möchten wir Sie unterstützen, sobald ich wieder eine fixe Stelle habe mit z.B. einem Batzen für ein Nachtessen für Sie und Ihren Mann.“

„Ich bin Handwerker, bin seit 11Jahren geschieden, bezahle für eine 14jährige Tochter und ihre Mutter. Ich bin aber in der glücklichen Lage, dass ich jetzt wieder finanziell gut dastehe; da ich mich beruflich weiterentwickelte und die Möglichkeit bekam, in meinen Ferien 2 1/2 Wochen als Nebenamt-Berufsschullehrer zu unterrichten. Ich möchte somit einen Betrag an Frau Stucki überweisen.“

Anrecht auf Ergänzungsleistung

„Ich arbeite als Laien-Beiständin und habe einigermassen Einblick in die sozialen Versicherungen. Haben Sie über die SVA abgeklärt, ob Sie Anspruch auf eine Rente haben? Unter Umständen haben Sie auch Anspruch auf Ergänzungsleistungen, unabhängig vom Vermögen und Einkommen des Ehemannes, und/oder Hilflosenentschädigung. Die HE ist unabhängig vom Einkommen oder Vermögen. Wenn Sie vor der MS-Erkrankung berufstätig waren, haben Sie ganz bestimmt Anrecht auf diese Leistungen.“

„Mein Schwiegersohn hat auch MS. Er erhält 1 x pro Monat eine Infusion und kann damit weiterhin arbeiten. Seine Müdigkeit muss aber auch enorm sein. Vor dieser Infusion hatte er diverse medikamentöse Therapien, die aber alle nichts brachten oder die Leber angriffen. Ich weiss, die Krankheit hat viele Gesichter und Verläufe, aber es ist bestimmt gut, sich selber auch zu erkundigen. Ich hoffe, dass Sie in guten Händen sind in Bezug auf die medikamentöse Therapie.“

Das geht direkt ins Herz

„Ich kenne die Situation der guten „Freunde“. Ich bin seit bald 3 Jahren verwitwet und offenbar können auch da nicht alle alten Freunde damit umgehen, obwohl ich keine Heulsuse bin oder nur von meinem Mann erzähle. Zu meiner Freude tat sich ein neuer Freundeskreis auf, und ich bin zufrieden, wie ich lebe. Das hoffe und wünsche ich auch für Sie. Den „guten alten Freunden“ nachzutrauern ist die Zeit auch nicht wert.“

„Ihr Bericht geht direkt ins Herz, und ist traurig zugleich. Leider bin ich finanziell nicht in der Lage zu helfen, aber die Idee, dies der IV zu melden oder Pro Senectute anzufragen, haben Sie schon in Betracht gezogen? Vielleicht gibt es da auch Haushalthilfen, die vorbeikommen und das eine oder andere erledigen. Gibt es in Ihrer Gemeinde eventuell freiwillige Spitex-Mitarbeiter, die kranke Menschen mit dem Auto chauffieren? Leider gibt es keine Worte, die tröstend sind, aber ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie es schaffen. Wir sind doch in der Schweiz und es sollte möglich sein, dass Sie Zusatzleistungen erhalten.“

„Ich empfehle Silvia Stucki, sich bei der MS-Gesellschaft zu melden. Das ist eine tolle Organisation, die in vielen Situationen helfen kann. Ich selber habe schon in MS-Ferienwochen mitgeholfen und kann diese Organisation nur empfehlen.“

Schier unglaublich

„Lieber Herr Dr. Stutz. Mit Interesse habe ich den Artikel über Silvia Stucki gelesen. Es ist schier unglaublich, was diese Frau durchmachen muss. Mit selber geht es sehr, sehr gut. Ich habe mehrmals von Ihrer Hilfe für mich profitieren dürfen. Deshalb möchte ich auch für Frau Silvia Stucki etwas Gutes tun. Ich würde gerne Fr. 200.- spenden.“

„Es macht mich sehr betroffen, was ich da lese über Frau Stucki – und das in unserem reichen Land! Gerne möchte ich mich finanziell an einem Wellness-Wochenende oder einer Pedicure beteiligen, schicken Sie mir bitte den Kontakt. Herzlichen Dank und machen Sie weiter so, ich schätze Ihren wöchentlichen Newsletter sehr!“

„In Ihrem Newsletter haben Sie Silvia Stucki mit ihrem Schicksal vorgestellt. Ich finde diese Idee grossartig. Wieviel kostet ein Wellness-Gutschein? Denn ich finde, auch ihr Partner hätte Wellness verdient. Ich bin keine Millionärin, möchte aber einen Batzen beisteuern.“

Berührende Hilfsangebote

„Es gibt immer wieder Weggabelungen, an welchen wir nicht mehr weiterwissen, aber es wird sich immer eine Türe öffnen. Natürlich lässt sich die Krankheit nicht wegzaubern, das schaffen wir leider nicht. Du hast den Anfang gemacht, man muss auch den Mut haben, um Hilfe zu bitten. Falls Du oder Ihr in der Nähe wohnt, würde ich gerne ab und zu zur Seite stehen. Wenn Du zu weit weg wohnst, würde ich Euch gerne einen Kinoabend oder etwas schenken, das wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern wird. Ich wünsche Dir, dass Du überrannt wirst von vielen kleinen Liebenswürdigkeiten rundum.“

„Das ist sicher ein harter Schlag, bin pensioniert, muss auch einteilen, aber für einen Besuch oder Unterstützung im Haushalt bin ich bereit.“

„Den Bericht habe ich gelesen. es muss schrecklich sein, sich so zu fühlen. Nebst dem gesundheitlichen Aspekt auch noch die finanziellen Sorgen. Leider bin ich arbeitslos und kann kein Geld schicken. Ich habe aber eine Ausbildung in diversen Massage-Techniken. Ich kann gerne eine entspannende Bambusstab-Massage oder Fussreflexzonen-Massage gratis anbieten.“

„Danke für den berührenden Artikel von Silvia Stucki. Ich habe keine riesige Unterstützungsmöglichkeit, würde aber der Familie gerne einen Betrag überweisen.“

„Die Geschichte von Silvia Stucki hat mich sehr berührt. Und ich würde ihr gerne eine Massage finanzieren.“

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 09.10.2019.

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