In Deutschland brachen die Vorsorge-Untersuchungen gegen Hautkrebs bereits während dem ersten Lockdown um über die Hälfte ein. Seither verharren die Zahlen auf tiefem Niveau. In Italien wurden während der ersten Corona-Welle drei Viertel weniger Melanome diagnostiziert. Nach dem Lockdown sind die entdeckten Melanome mehr als doppelt so gross gewesen als vor der Pandemie. Die Tumordicke war von durchschnittlich 0,88 Millimeter auf 1,96 Millimeter gestiegen. Damit erhöht sich das Risiko für einen tödlichen Ausgang dramatisch.
Geringe Heilungschancen bei Metastasen
In allen Ländern, auch in der Schweiz, zeigt sich dasselbe Bild. Aus Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus haben unzählige Menschen die Krebsvorsorge vernachlässigt. Das Melanom gehört zu den gefährlichsten Krebsarten überhaupt. Im frühen Stadium lässt es sich noch relativ einfach chirurgisch entfernen. Haben sich erst einmal Metastasen gebildet, sind die langfristigen Heilungschancen gering.
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