Ein Jahr Corona – Katastrophe für Zähne und Zahnfleisch

Mehr Karies und fortgeschrittenere Zahnfleischerkrankungen. Die Menschen vernachlässigen das zweimalige Zähneputzen am Tag, naschen zwischen den Mahlzeiten zu Hause und gehen nicht zum Zahnarzt.

Zahn und Covid Bild AdobeStock Urheber peterschreiber.media
Bild: AdobeStock, Urheber: peterschreiber.media

Zahnärzte auf der ganzen Welt berichten über verheerende Auswirkungen des Virus auf die Gesundheit der Zähne und des Zahnfleisches. «Es ist eine zahnmedizinische Katastrophe“, sagt Dr. Gerhard Konrad Seeberger, Präsident der World Dental Federation. „Die Einschränkungen haben sicherlich eine Rolle bei der Zurückhaltung in Sachen Mundgesundheit gespielt, das ist jedoch längst nicht alles.“

Während der ersten Welle waren Zahnarztpraxen auf der ganzen Welt gezwungen zu schliessen. Zwei bis drei Monate lang mussten alle zahnärztlichen Termine verschoben oder abgesagt werden, Notfallbehandlungen ausgenommen. Die Leistungen für die Mundgesundheit gehören zu den am stärksten von der Pandemie beeinträchtigten Bereichen. In 77 Prozent der Länder wurden sie teilweise oder vollständig ausgesetzt.

Fortgeschrittene Karies und mehr Komplikationen

Bis heute meiden viele Menschen Routineuntersuchungen und gehen erst zum Zahnarzt, wenn sie starke Schmerzen haben. Oft haben sie bereits fortgeschrittene Karies und Komplikationen wie Infektionen. Heute sehen sich Zahnärzte mit den Folgen eines ganzen Jahres unterbrochener zahnärztlicher Versorgung und Behandlung konfrontiert.

Die wiederholten Lockdowns, Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und Homeoffice-Anordnungen während der Pandemie haben allesamt zu einer Änderung der täglichen Gewohnheiten und Verhaltensweisen beigetragen, was sich direkt auf die Mundgesundheit auswirkt.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 08.04.2021.

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