Eine Auszeit vom Sterben

Keno, Mary-Jane und Jamy sind drei von 10’000 Kindern in der Schweiz mit einer unheilbaren Krankheit, die ihr Leben verkürzt. Sie alle haben das neueröffnete Kinderhospiz Flamingo in Fällanden sehnlichst erwartet. Hier soll das Leben gefeiert werden, trotz der schweren Umstände rund ums Sterben.

Das Flamingo deckt eine Versorgungslücke

Bisher gibt es in der Schweiz erst ein Kinderhospiz. Im Flamingo hat es Platz für mehrere Familien. Das Konzept kombiniert medizinische, pflegerische und psychosoziale Betreuung. «Im Kinderhospiz geht es darum, die Lebensqualität der Familien zu verbessern, mit fachlicher Begleitung, aber genauso mit Wärme, Zeit und echten Begegnungen», sagt Geschäftsführerin Elisabeth Brenninkmeijer.

Professionelle Betreuung, rund um die Uhr

Ein fast 20-köpfiges-Team diplomierter Pflegerinnen und Pfleger bietet dafür professionelle Unterstützung im 24-Stunden-Betrieb. Dazu gehören: Medizinisch-pflegerische Expertise, Symptomkontrolle, psychosoziale Unterstützung und Seelsorge, inklusive Physioraum mit Sprossenwand, Rutschbahn und einem Pflegebad mit Deckenlift. Auch für die gesunden Geschwister, die oft zu kurz kommen, ist gesorgt: mit angeleiteten Geschwistergruppen, wo sie gleichgesinnte Freunde finden.

Eltern suchen verzweifelt nach Entlastungsangeboten

«Das Flamingo Kinderhospiz ist ein Zufluchtsort für uns, für eine kritische Notlage, in der wir nicht mehr zuhause wohnen können», sagt Maike Nugor. So wie in der Akutphase 2019, als ihr Sohn rund um die Uhr medizinische Hilfe brauchte. Im Spital durfte der damals 8-Jährige allerdings nicht bleiben, da er als austherapiert gilt. Erwachsenenhospize nehmen aber keine Kinder auf. Genau für solche Fälle schliesst das Flamingo eine Versorgungslücke. Finanziert wird es zu einem grossen Teil durch Spenden.

www.kinderhospiz-flamingo.ch