Die nasskalte Jahreszeit schlägt nicht nur auf das Gemüt, sondern auch auf die Gesundheit. Viele Menschen kämpfen in der Winterzeit mit einer Erkältung oder Grippe oder fühlen sich einfach schlapp. Wenn die Tage wieder länger werden, folgt häufig die typische Frühjahrsmüdigkeit. Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Vitamin C gelten als wichtige Grundlagen zur Stärkung des Immunsystems. Zu den klassischen Hausmitteln gehört dabei die kräftigende Hühnersuppe.
Hühnersuppe wird seit jeher als nahrhafte und wohltuende Mahlzeit geschätzt. Besonders im Wochenbett galt sie traditionell als ideale Stärkung nach der Geburt. Die heisse, reichhaltige Suppe spendet Energie und ist für ihre entzündungshemmende Wirkung bekannt. Gerade bei Erkältungen wirkt sie beruhigend und wärmend. Neben dem Hühnerfleisch tragen Gemüse, Kräuter, Gewürze sowie je nach Rezept Nudeln, Reis oder Kartoffeln zum Nährwert und Geschmack bei. Die Zubereitungsmöglichkeiten sind vielfältig und leicht an individuelle Vorlieben anpassbar.
Wenig Aufwand, viel Geschmack
Suppenhühner stammen typischerweise aus der Legehennenhaltung. In der Schweiz leben viele Legehennen in Freilandhaltung, und ihr Fleisch eignet sich besonders gut zur Herstellung aromatischer Brühen und Suppen. Die Zubereitung ist unkompliziert: Ein Suppenhuhn wird zusammen mit Gemüse und weiteren Zutaten in einen grossen Topf gegeben und mehrere Stunden sanft gekocht. Währenddessen entfaltet sich ein intensiver Duft, und die Suppe gewinnt an Geschmack und Kraft.
Hühnersuppe gilt als besonders praktisch, da sie mit wenig Aufwand entsteht. Nach dem Aufsetzen kann sie lange vor sich hin köcheln, ohne viel Aufmerksamkeit zu benötigen. Das Resultat ist eine wärmende, aromatische Mahlzeit, die gut sättigt und gerade in der Erkältungszeit als wohltuend empfunden wird.
Das Suppenhuhn feiert ein Comeback
In der hochwertigen Gastronomie erfährt das Suppenhuhn zunehmend wieder Wertschätzung. Da jährlich Millionen Legehennen aus der Eierproduktion ausscheiden, bietet die Nutzung als Suppenhuhn eine nachhaltige Möglichkeit, das Fleisch sinnvoll zu verwerten. Einige Gastronomiebetriebe und Produzenten setzen sich dafür ein, Suppenhuhnfleisch wieder stärker in Küchen und Haushalten zu etablieren – etwa in Form von Fonds, Fleischgerichten oder klassischer Hühnersuppe.
Würde jede Familie in der Schweiz einmal pro Jahr ein Suppenhuhn zubereiten, könnten sämtliche Legehennen vollständig verwertet werden. Hühnersuppe ist zwar kein medizinisches Wundermittel, wird aber vielerorts als wohltuende, stärkende und preisgünstige Mahlzeit geschätzt. Sie gilt als traditionelles Hausmittel, das sowohl der Gesundheit als auch dem Wohlbefinden zugutekommt.
Rezept Suppenhuhn
Viel Spass beim Kochen und gutes Gelingen!
| Rezept «Poule au pot»
2 Portionen | ||
| 1 Stk. | Suppenhuhn à 1,2 kg | Kalt abspühlen, trocknen, blanchieren oder direkt ansetzen |
| 2 l | Wasser | In passendem Topf aufkochen, Huhn zugeben (soll gedeckt sein/evtl. beschweren), aufkochen |
| 30 g | Salz | Nach 15 Min. zugeben, weitersieden, abschäumen |
| 1 | Bouquet garni Karotte/Sellerie/Lauch/Nägeli/ | Nach 60 Min. zugeben, weitergaren, immer wieder abschäumen |
| Nach 3 bis 4 Stunden Garzeit mit Fleischgabel kontrollieren, Schenkelfleisch soll von Gabel fallen | ||
| Im Fond leicht auskühlen lassen. Handwarm das weich gekochte Pouletfleisch vom Knochen lösen und in gleichmässige Stücke schneiden. | ||
| 300 g | Wurzelgemüse gedünstet | Gemüse, Beilagen, Fleisch schichtweise in Suppentopf anrichten, |
| 200 g | Nudelfetzen/Kartoffeln | mit abgeschmeckter Hühnerbrühe übergiessen, aufkochen, servieren |
| Mögliche Ergänzungen: | Reibkäse, Senffrüchte, Petersilie, Estragon, Schnittlauch | |
| Tipp: | Zubereitung im Dampfkochtopf verkürzt die Garzeit um 3/4! | |
