Endlich wieder gut schlafen

Jede dritte Person in der Schweiz klagt über Schlafstörungen. In vier Schritten zeigen wir Ihnen, wie Sie das Problem selber lösen können.

Endlose Nächte, quälende Gedanken, Angst vor dem nächsten Tag. Das ist das Schicksal von hunderttausenden Menschen mit Schlafstörungen. Ein vermeidbares Schicksal. Denn meistens ist nicht der Schlaf als solcher gestört, sondern das Verhältnis zu ihm, will heissen, unser Verhalten.

Doppelt so häufig sind Frauen betroffen

Frauen sind doppelt so häufig von Schlafstörungen betroffen wie Männer. Und ältere Menschen mehr als jüngere. Wie viel Schlaf jemand braucht, ist sehr unterschiedlich. Wichtigstes Kriterium ist: Genügend Schlaf hat man, wenn man am Tag ausgeruht ist.

Wann spricht man von einer Schlafstörung? Eine oder zwei Nächte nicht richtig schlafen zu können ist normal, wenn ein besonderes Ereignis bevorsteht, oder wenn man gerade etwas Belastendes erlebt hat.

Nach vier Wochen schlecht schlafen spricht man von Schlafstörung

Von einer Schlafstörung spricht die Medizin, wenn man vier Wochen lang immer wieder schlecht geschlafen hat. In einem solchen Fall sollte man zum Arzt, damit er körperliche oder psychische Erkrankungen als Grund für eine Schlafstörung ausschliessen kann. Dazu gehören krankhaftes Schnarchen, das mit nächtlichen Atempausen und Tagesschläfrigkeit einhergeht, das Syndrom der ruhelosen Beine, Herzerkrankungen, Depressionen und so weiter.

In den weitaus meisten Fällen findet der Arzt jedoch keinen erkennbaren Grund. Oft liegt die Schlaflosigkeit an ganz banalen Dingen, ohne dass wir uns dessen überhaupt bewusst sind. An körperlicher Inaktivität, falschen Schlafgewohnheiten oder schlicht an Langeweile.

 

 

Schlafbedarf ändert sich mit fortschreitendem Alter

Ein grosser Teil der Betroffenen hat gar keinen gestörten Schlaf, sondern falsche Vorstellungen. So ist vielen Menschen nicht klar, dass sich mit fortschreitendem Alter auch der Schlafbedarf ändert. Der Schlaf wird nicht nur kürzer, sondern auch oberflächlicher. Ältere Menschen wachen oft schon bei leisen Geräuschen auf. Auch Menschen, die oft alleine sind, in deren Alltag weniger als früher passiert, würden gerne mehr schlafen. Wer einen Mittagsschlaf macht, und dann am Abend erst noch früh ins Bett geht, darf sich nicht wundern, dass er die halbe Nacht lang wach bleibt.

Der selbstauferlegte Druck, unbedingt schnell einschlafen zu müssen, ist das beste Mittel, um den Schlaf endgültig zu vertreiben. Die feste Überzeugung, gestörter Schlaf sei ein ernsthaftes medizinisches Problem und mache Körper und Seele krank, ist falsch. Zum Problem werden Schlafstörungen in der Regel erst, wenn wir sie negativ bewerten und als wiederkehrende Katastrophe erleben.

Schlaflose Zeit nutzen

Stoppen Sie diese Gedanken und denken Sie einmal das pure Gegenteil. Es passiert Ihnen nichts, wenn Sie nicht schlafen können. Weder fällt Ihnen die Decke auf den Kopf noch geht die Welt unter. Sie sind immer noch sich selbst. Vielleicht gehen Sie sogar noch einen Schritt weiter und nutzen die Zeit, während der Sie nicht schlafen können, für irgendetwas, für das Sie sonst nie Zeit hätten. Wichtig ist einfach, dass Sie den Wahrnehmungsschalter von Rot auf Grün umdrehen. Sie können schlafen, müssen aber nicht, schon gar nicht um den Preis, sich selber verrückt zu machen.

Lesen Sie hier die anderen Teil unserer Schlafserie.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 07.02.2019. Setzte ein Lesezeichen permalink.

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