Esst mehr Zwetschgen!

Köstlicher Geschmack, geschmeidiger Stuhlgang. Die griechischen Ärzte lobten sie, die Römer liebten sie. Die Schweizer haben noch Nachholbedarf.

Zwetschge
Bild: fotolia.de, Urheber: oxie99

In der Schweiz werden pro Jahr und Person rund 1,4 Kilo Zwetschgen verspeist. Es dürften mehr sein. Denn die blaue Frucht ist ein gesunder Genuss, der sich in unzähligen Variationen kulinarisch inszenieren lässt.

Am beliebtesten ist die Zwetschge immer noch als Dessert oder süsses Znacht. Sorbet, Creme, Mus oder Parfait aus frischen oder gedörrten Zwetschgen sind herrliche Gaumenfreuden. Ebenso Strudel, Aufläufe, Kuchen oder Wähen.

Auch zum Tiefkühlen, Dörren oder Einmachen geeignet

Frisch vom Baum schmecken Zwetschgen besonders gut. Es gibt aber unzählige weitere Verwendungsmöglichkeiten. Wie wär’s mit einer kalten, erfrischenden Tomaten-Zwetschgen-Suppe oder einer mit Zwetschgen gefüllten Pouletbrust? Die Die Vorboten des Herbstes eignen sich auch hervorragend zum Tiefkühlen oder Dörren. Einmachen lassen sich Zwetschgen als Kompott, Konfitüre, süss-sauer mit Essig, Zucker, Zimt und Nelken oder eingelegt in Alkohol. Es lohnt sich, während der Hochsaison von August bis Anfang Oktober aus dem Vollen zu schöpfen und einen fruchtigen Vorrat anzulegen.

Hoher Fruchtzuckeranteil kein Problem

Schweizer Tafelzwetschgen enthalten neben viel Wasser Fruchtzucker, Vitamine, Mineralstoffe, organische Säuren und gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole. Sie haben einen höheren Fruchtzuckeranteil als viele andere Früchte. Dies ist aber kein Problem, da der Fruchtzucker beim Verdauungsprozess nur langsam resorbiert wird, ganz im Gegensatz zu fruchtzuckerhaltigen Getränken. Isst man gleichzeitig nicht noch andere Kohlenhydrate, ist der Kaloriengehalt sehr überschaubar. Alleine machen Zwetschgen keineswegs dick, sondern nur in Kombination mit deftigen Speisen.

Hoher Ballaststoffgehalt

Die getrocknete Variante enthält im Vergleich zur frischen Frucht das Dreifache an Ballaststoffen. Die hohe Quellfähigkeit von getrockneten Zwetschgen führt zu einer langen Sättigung und macht sie zu einem altbewährten Mittel gegen Verstopfung. Dazu einfach ein paar Früchte in Wasser einlegen, aufquellen lassen und essen. Nach einer Mahlzeit helfen ein paar Zwetschgen gegen Sodbrennen und Völlegefühl.

Abführende Wirkung

Schon im alten Griechenland lobten die Ärzte die abführende Wirkung der Zwetschgen. Und auch der Römer Marcus Valerius Martial dichtete: „Nimm Pflaumen für des Alters morsche Last, denn sie pflegen zu lösen den hart gespannten Bauch.“

1,4 Kilo Zwetschgen essen wir im Schnitt pro Jahr. Ein guter Römer würde dieselbe Menge in einem Tag verzehren. Und hätte sein Verstopfungsproblem auf einen Schlag gelöst.

Mehr Infos und Rezepte: www.swissfruit.ch

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 08.08.2019.

Kommentare sind geschlossen.