Früh Social-Media ist wie ein halbes Jahr Schulschwänzen

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Die Daten zur Mediennutzung wurden 2023 und 2024 erhoben. Zudem flossen die Testergebnisse der Teilnehmenden in den Fächern Mathematik, Englisch und Italienisch ein. Schüler, die schon in der 6. oder 7. Klasse einen Social-Media-Account angelegt hatten, zeigten schlechtere Leistungen in Mathematik und Italienisch – nicht jedoch in Englisch – als jene, die erst in der 9. Klasse oder später einen Account erstellt hatten. Je früher ihr Social-Media-Konsum begonnen hatte, desto schlechter schnitten die Jugendlichen später in Italienisch und Mathe ab.

Die Analyse zeigte, dass eine permissive Haltung der Eltern gegenüber dem Medienkonsum ihrer Kinder nur einen kleinen Anteil des Effekts früher Social-Media-Aktivität auf die Schulleistungen erklärte. Einen starken Einfluss hatte dagegen die Intensität der Smartphone-Nutzung, das heisst die Häufigkeit, mit der die Person in verschiedenen Alltagssituationen auf das Display schaut, etwa vor dem Zubettgehen, auf dem Weg zur Schule oder während der Hausaufgaben.

Dass die Englischkenntnisse der Jugendlichen nicht unter einem frühen Social-Media-Engagement litten, könnte den Forschenden zufolge mit der starken Verbreitung der englischen Sprache auf Social Media zusammenhängen.