Fünf Mahlzeiten sind Quatsch

Aeschbacher-Diät Lektion 300. Was hilft wirklich, wenn man abnehmen will? Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

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Bild: AdobeStock, Urheber: fotomek

Gewicht zu reduzieren ist neben viel Bewegung die beste Investition in die Gesundheit. Den wenigsten gelingt das. Meistens werden die überflüssigen Pfunde zum lebenslangen Begleiter und bringen spätestens im mittleren Alter eine ganze Reihe von schwerwiegenden gesundheitlichen Risiken mit sich. Deshalb heisst es schon in jungen Jahren dem Übergewicht den Kampf ansagen, und zwar nicht mit Diäten, sondern mit Köpfchen.

Nur eine Veränderung aufs Mal

Essen und Abnehmen dürfen nicht zum alles bestimmenden Thema werden. Ändern Sie zuerst Dinge, die gar nicht direkt mit dem Abnehmen zu tun haben. Die Pause über Mittag anders nutzen, viel kleinere Portionen einkaufen. Alle Sinne verwöhnen, nicht nur den Gaumen. Nur eine Veränderung aufs Mal machen. Und nur solche, die zu jemandem passen. Alles, was grossen Verzicht bedeutet, ist zum Scheitern verurteilt.

Vergessen Sie das mit den drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten. Keiner unserer entfernten Vorfahren konnte fünf Mal am Tag essen, obwohl sie täglich Dutzende von Kilometern zurücklegten. Wir machen ein paar Schritte vom Büro zum nächsten Lift, zum nächsten Auto oder zum nächsten Tram.

Zwei Hauptmahlzeiten reichen

Führende Herzspezialisten und Internisten betonen immer wieder, dass zwei oder höchstens drei Hauptmahlzeiten pro Tag völlig reichen, um dem Körper die notwendige Energie zuzuführen und dabei erst noch satt zu werden. Wer dem Hunger augenblicklich nachgibt, wird nie in der Lage sein, ein paar Stunden ohne Essen auszuhalten. Machen Sie einmal den Versuch, über Mittag nur zu trinken – selbstverständlich etwas Kalorienfreies – oder höchstens etwas essen, das viel Wasser und kaum Kalorien enthält. Eine halbe Stunde haben Sie vielleicht Hunger. Danach spüren Sie ihn nicht mehr.

 

Mehr Zeit für andere Dinge

Wenn Sie nur zwei Mal am Tag richtig essen, werden Sie plötzlich viel mehr Zeit für andere Dinge haben. Vielleicht arbeiten Sie über Mittag durch und gehen dafür eine Stunde früher nach Hause und haben so auf einmal mehr Zeit für Bewegung und Sport oder irgendeine körperliche Aktivität. Spüren wir zwischendurch Hunger und halten ihn auch einmal längere Zeit aus, springt die Fettverbrennung an und – das ist das Überraschende – der Bewegungsdrang nimmt zu. Beste Voraussetzungen also, um dauerhaft abzunehmen.

Dürftige Muskelarbeit

Unser Hauptproblem ist das Überangebot an Kalorien – gekoppelt mit einem drastisch reduzierten Kalorienverbrauch. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden fast 90 Prozent der zugeführten Kalorien für die körperliche Arbeit gebraucht. Hundert Jahre später reichen gerade noch zehn Prozent der Nahrungskalorien aus, um die dürftige Muskelarbeit im Büro abzudecken. Wir haben eine solche Fülle von hochkalorischen Nahrungsmitteln, dass wir mit wenigen Bissen in wenigen Minuten Tausende von Kalorien futtern können, ohne dass der Körper dabei die Chance hat, uns ein Sättigungssignal zu geben.

Mengen und Kalorien reduzieren

Egal wo, ob beim Fett oder bei den Kohlenhydraten, wir müssen mit den Mengen und damit den Kalorien runter, und zwar kräftig. Wie Sie das schaffen? Von allem etwas weniger essen, ausser von Früchten und Gemüse. Die Hälfte des Tellers immer gleich mit Gemüse füllen, nur noch zwei Hauptmahlzeiten, keine Naschereien, besonders nicht vor dem Fernseher.

So geht’s:

  • Abnehmen braucht Geduld und gelingt oft nur in Etappen.
  • Feiern Sie, wenn Sie ein Zwischenziel erreicht haben – und nie den Mut verlieren!
  • Füllen Sie Ihren Teller bei jedem Essen als erstes zur Hälfte mit Gemüse. So schöpfen Sie von allen anderen Speisen automatisch weniger.
  • Fragen Sie den Apotheker nach einer Unterstützung. Es gibt natürliche Mittel, um die Kalorienaufnahme im Darm aus Fetten und Kohlenhydraten zu reduzieren.
  • Ein Frühstück mit viel Eiweiss und Nahrungsfasern macht besonders lange satt.
  • Aktionen, Multi- und Jumbopackungen verleiten zum Kauf, nur weil sie günstig sind. Und dann muss man sie auch essen.
  • Viele Light-Produkte enthalten immer noch zu viel Fett oder Zucker. Lieber kleinere Portionen von normalen Produkten essen.
  • Früchte und Gemüse mit hohem Anteil an Wasser sind zum Abnehmen ideal. Tomaten, Gurken, Melonen, Äpfel, Zitrusfrüchte.
  • Ein paar Trockenfrüchte zusammen mit einem Glas Wasser sind etwas vom besten gegen den Hunger zwischendurch.
  • Nahrungsmittel, die viel Eiweiss, Nahrungsfasern und Wasser enthalten, sättigen am besten und vor allem am längsten.

Fazit:

Nur zwei Mal essen am Tag, nichts zwischendurch, so wenig Fertigprodukte wie möglich, die Hälfte des Tellers immer grad mit Gemüse füllen. So einfach ist abnehmen.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 30.01.2020.

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