Geben Sie niemals auf, niemals!

Trotz MS, trotz dem frühen Tod ihres Mannes geht Jacqueline von Burg aus Staufen achtsam durchs Leben und macht mit Erfolg bei der Aeschbacher-Diät mit.

Trampolin jacqueline von burg

Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute! Hier! Jetzt! Dieses Zitat brachte mir mein Lebenspartner ins Spital, als ich nach bangem Hoffen gerade die vernichtende Diagnose Multiple Sklerose erhalten hatte. Ich, damals bald 50 Jahre alt, vom Schicksal nicht verwöhnt, sah mein Leben wieder einmal in Trümmern.

Meine Kinder- und Jugendzeit war lieblos. Nur mit eisernem Durchhaltewillen bestand ich das Hauswirtschaftsseminar. Nach einer wunderschönen Hochzeit am 25. April 1992 mussten wir fünf Jahre warten, bis sich Martin zu uns gesellte. Ihm folgte Mirijam 1999, und 2002 vervollständigte Marion unser Trio.

Mein Mann stand in der Öffentlichkeit mit einem eigenen Geschäft und als Kommandant einer Regionalfeuerwehr. Er war in Kommissionen vertreten, kümmerte sich um seine betagten Eltern und war bei fast allen Feuerwehreinsätzen dabei. Leider war er starker Raucher, übergewichtig und Diabetiker.

Schuss vor den Bug

Als ich mit Marion schwanger war, bekam er den ersten Stent in einem Herzkranzgefäss. Dieser Schuss vor den Bug wurde ignoriert, was einen weiteren Eingriff am Herzen nötig machte. Diesmal warnten die Ärzte meinen Mann eindringlich. Er sollte mit Rauchen aufhören, abnehmen, Stress abbauen, mit der Feuerwehr aufhören und im eigenen Geschäft kürzertreten. Doch soweit kam es gar nicht. Am Montagmorgen um 3 Uhr brach er auf dem Weg zum WC zusammen. Die Rettungssanitäter konnten nur noch seinen Tod feststellen.

Ich war fassungslos, es zog mir den Boden unter den Füssen weg. Ich hatte den Eindruck, ein Tsunami sei durch mein Leben gerauscht. Es blieb kein Stein auf dem anderen. Neben der unsäglichen, tiefen Trauer kamen Fragen nach dem Warum und Weshalb. Es war eine schwierige, furchtbar traurige Zeit. Was es alles zu organisieren gab in Feuerwehr, Geschäft und daheim, wahnsinnig. Meine Kinder waren traumatisiert, was in den letzten Jahren immer mal wieder mit verschiedenen Entwicklungsstörungen durchbrach.

Trampolin_jacqueline-von-burg-in TextZum Glück holte ich mir immer wieder Hilfe von aussen. Ich gab zwei jungen Katzen ein Daheim, was den Kindern etwas Trost brachte. Unsere Hündin Charlene war und ist immer noch ein Segen für unsere Familie. Anfang 2013 erlitt ich eine Sehnervenentzündung. Schon damals tippte mein Augenarzt auf MS. Ich lachte ihn aus, MS beginne doch zwischen 20 und 40, aber nicht nachher. Er sollte recht behalten. 2013, gerade zur richtigen Zeit, durfte ich wieder einen lieben Mann kennenlernen. Ich sage extra zur richtigen Zeit, denn ich wäre mit den Teenies alleine überfordert gewesen. Er ist ein weiterer Engel auf meinem Lebensweg.

Meine Beschwerden nahmen im Jahre 2015 zu. Ich hatte ein Brennen und Kribbeln in den Füssen und Unterschenkeln. Im Sommer, mit der Familie in den Badeferien auf Mallorca, ging’s richtig los. Ich hatte das Gefühl, Sonnenbrand in den Beinen zu haben, derart heiss fühlten sie sich an. Wieder daheim, konnte ich die Schmerzen nicht mehr aushalten, deshalb schickte mich der Hausarzt ins Spital.

Diagnose MS

Die Diagnose MS war eindeutig. Ich verlor zusehends den Boden unter den Füssen, zumal sich ein Bekannter ein paar Monate vorher entschieden hatte, mit Exit aus dem Leben zu scheiden, weil er die Schmerzen und Spastik seiner MS nicht mehr ertrug. Zum Glück stand mein Lebenspartner immer zu mir, ebenso meine Kinder und die Eltern meines verstorbenen Ehemannes.

Ich hatte nach der Therapie mit hochdosiertem Kortison noch mehr Schmerzen in den Beinen. Mein Tag bestand aus etwas Aktivität plus jeweils einer Stunde liegen, wieder eine Aktivität – kochen, duschen, den Hund ausführen, haushalten – und immer wieder liegen. Das zehrte an mir. Die Krankheit stand ständig im Vordergrund. Bis kurz vor Weihnachten, da bat ich meinen Neurologen um ein wirksames Schmerzmittel. Wir wechselten auch die Medikation. Seither bekomme ich alle vier Wochen eine Infusion. Ich vertrage sie sehr gut und bin bis heute schubfrei.

So langsam rutschte die Diagnose MS ins zweite Glied. Und ganz langsam eroberte ich mein Leben zurück. Geholfen hat mir auch ein Achtsamkeitskurs. Ich lernte, mit Schmerzen umzugehen, Achtsamkeit mir selber gegenüber, Leben im Augenblick und noch vieles mehr.

Zu allem kam, dass ich stark übergewichtig war. Ich wollte so rasch als möglich Gewicht verlieren, da im Hinterkopf immer wieder das Bild eines Rollstuhls auftauchte. Aber je mehr ich mich bemühte, umso mehr schnellte das Gewicht nach oben.

Zweimal am Tag essen reicht

In dieser schwierigen Phase stiess ich auf das Buch «Die Aeschbacher-Diät». Das war die Rettung. Die Tipps sind sehr gut und einfach umzusetzen, es entsteht kein Gefühl von Verzicht. Ganz im Gegenteil, es ist nichts verboten, ausser die Waage und das Kalorienzählen. Das gibt einem das Vertrauen in die eigenen Signale des Körpers zurück und eröffnet neue Wege – zweimal am Tag essen reicht.

Im letzten Dezember fand ich in einer Brockenstube ein Minitrampolin. Was für eine Wohltat. Ich verlor innert kurzer Zeit einige Kilos, verbesserte meinen Gleichgewichtssinn, die Blasenschwäche und mein seelisches Befinden. In den Skiferien stand ich wieder auf den Skiern, etwas, das ich für mich schon verloren geglaubt hatte.

Minus 20 Kilo ist das Ziel

Ich habe mein Ziel, 20 Kilo zu verlieren, noch lange nicht erreicht, habe aber endlich einen Weg gefunden, diese Kilos loszulassen. Ich kann nach all meinen Erfahrungen nur sagen: Geben Sie niemals auf, niemals! Das Leben ist zu schön und zu interessant. Trotz allem! Schmerzen vergehen. Schicksalsschläge können sich durchaus als Chance erweisen. Versuchen Sie, nur im Moment zu leben und Ihr Augenmerk aufs Dankbarsein, die kleinen Freuden und Wunder im Alltag zu richten. Es wendet sich so manches ins Positive und gibt wieder Lebensfreude.

Ich liebe mein Minitrampolin

Für Jacqueline von Burg ist das Minitrampolin eine Wohltat mit Mehrfachnutzen. Sie verlor schon nach kurzer Zeit Kilos, nachdem frühere Versuche abzunehmen gescheitert sind. Doch nicht nur das. Auch der Gleichgewichtssinn, die Blasenschwäche und das seelische Befinden ganz allgemein verbesserten sich.

Uns überrascht das nicht. Das Minitrampolin ist das beste und schonendste Trainingsgerät für zu Hause, nicht nur zum Abnehmen, sondern auch für das Training von Herz-Kreislauf, Gleichgewicht, Koordination und damit zur Sturzprophylaxe, die im Alter enorm wichtig ist.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 01.02.2018. Setzte ein Lesezeichen permalink.

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