Gehirnjogging für Grosseltern

A happy grandfather holds a laughing baby up in the air, both looking at each other with pure joy outdoors in a lush green park. Bild: AdobeStock, Urheber: sementsova321

Grosseltern, die regelmässig auf ihre Enkel aufpassen, sind geistig oft fitter als Gleichaltrige ohne diese Aufgabe. Darauf weist eine aktuelle Studie aus der Fachzeitschrift Psychology and Aging hin.

Gedächtnis und Denken verbessern sich

Für die Auswertung wurden Daten von rund 3000 Menschen über 50 Jahren analysiert. Das Ergebnis: Wer häufig Zeit mit Enkeln verbringt, erzielt im Schnitt bessere Werte bei Gedächtnis und Denken. Besonders klar zeigt sich der Effekt bei Grossmüttern. Bei ihnen nahm die geistige Leistungsfähigkeit über mehrere Jahre langsamer ab. Bei Grossvätern war der Zusammenhang weniger ausgeprägt.

Je abwechslungsreicher, desto besser

Entscheidend ist, wie aktiv die Betreuung gestaltet wird. Spielen, Basteln, Vorlesen oder Hilfe bei Hausaufgaben wirken sich positiver aus als reine Aufsicht. Auch Abwechslung zählt. Grosseltern, die unterschiedliche Aufgaben übernehmen, schneiden besser ab.

Die Studie zeigt keinen direkten Ursache-Wirkung-Zusammenhang. Offen bleibt, ob der Kontakt mit Enkeln die geistige Fitness stärkt oder ob geistig fitte Grosseltern eher hüten. Klar ist, dass Bewegung und geistige Anregung dem Gehirn immer guttun.