Gespräche statt Hormone schlucken

Gegen Beschwerden in den Wechseljahren ist Verhaltenstherapie genauso wirksam wie eine Behandlung mit Hormonen.

Menopause Bild AdobeStock Urheber loran4a
Bild: AdobeStock, Urheber: loran4a

Jede dritte Frau leidet während ihrer Wechseljahre unter Hitzewallungen, Nervosität, Reizbarkeit und gestörtem Schlaf. In solchen Fällen helfen Hormone. Doch viele Betroffene lehnen eine Hormonersatztherapie wegen ihrer Risiken ab. Eine mögliche, gut erforschte Alternative sind pflanzliche Präparate.

Strategien erlernen

Jetzt konnte ein kanadisches Forscherteam zeigen, dass auch Gespräche helfen, und zwar im Rahmen einer kognitiven Verhaltenstherapie. Frauen, die sich wegen Wechseljahresbeschwerden behandeln lassen wollten, lernten in zwölf wöchentlichen Sitzungen Strategien für den Umgang mit Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen. Die Behandelten litten deutlich weniger unter den typischen Symptomen der Wechseljahre, waren ausgeglichener und klagten auch über weniger sexuelle Probleme.

Eine Verhaltenstherapie könne ebenso effektiv sein wie eine Behandlung mit Hormonen, schreiben die Wissenschaftler.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 06.02.2020.

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