Glühwein macht dick – und man merkt nichts

Sorry, wenn wir Ihnen den romantischen Ausflug zum Weihnachtsmarkt verderben. Glühwein, Punsch und Co sind promillehaltige Zuckerbomben.

Glühwein

Sie gehören zu den beliebtesten und umsatzstärksten Produkten an Weihnachtsmärkten. Doch was in Glühwein und ähnlichen Getränken alles drinsteckt, ist sich offensichtlich kaum jemand bewusst. Der Duft von Zimt, Nelken, Kardamom, Anis und Orangen etc. ist zwar verführerisch, doch die Kombination von viel Zucker und reichlich Alkohol macht nicht nur rasch betrunken, sondern vor allem dick.

Auf einen Liter Rotwein kommen nach den gängigen Rezepten ganze 150 Gramm Zucker. In einem einzigen Becher stecken bis zu 9 Stück Würfelzucker und mindestens 7 Promille Alkohol. Das macht den Glühwein zu einer Kalorienbombe. Schon ein einziger Deziliter bringt es auf rund 100 Kilokalorien. Ein Becher demnach auf 200 Kilokalorien.

Perfid ist, dass man diese Kalorien in keiner Weise spürt, im Gegenteil. Sie machen hungrig, weil der Zucker rasch resorbiert wird und der Blutzuckerspiegel nach einem steilen Anstieg ebenso rasch wieder abfällt. Das verleitet dazu, noch mehr zu trinken und deftige Speisen zu essen.

Nur kurzfristiges Wärmegefühl

Irrig ist die Annahme, dass man sich mit Glühwein, Punsch und Co von innen aufwärmen kann. Das kurzfristige Wärmegefühl ist auf eine Erweiterung der Blutgefässe an der Körperoberfläche zurückzuführen. Das heisst, nach dem Genuss von alkoholischen Getränken gibt der Körper die Wärmer einfach schneller ab. So kann ein einziger Becher Glühwein die Körpertemperatur um ein halbes Grad absenken. Man friert also nur noch mehr.

Zur Herstellung von Glühwein wird häufig Massenwein von niedriger Qualität verwendet und dann sehr stark gesüsst, um alles zu kaschieren. Sind die Weine qualitativ gut, muss weniger gesüsst werden.

Fruchtsaft als Alternative zu Alkohol

Es geht aber auch ganz ohne Alkohol und mit viel weniger oder gar keinem zugefügten Zucker. Man kann den Rotwein durch Trauben-, Apfel-, Cranberry- oder Holundersaft ersetzen. Auch Randensaft ist ein Versuch wert. Die Fruchtsäfte geben dem Getränk die nötige Süsse. Die Zutaten sind die gleichen wie beim Grundrezept: Zimt, Nelken, Kardamom, eventuell auch Anis und Vanille, Orangen- und Zitronenscheiben. Aber auch hier heisst es Mass halten, weil man die Kalorien nicht spürt.

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 06.12.2018. Setzte ein Lesezeichen permalink.

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