Lecanemab ist der erste neue Wirkstoff gegen Alzheimer seit 20 Jahren und ein grosser Hoffnungsträger. In den USA wurde er bereits im Juli 2023 und in Europa im April 2025 zur Behandlung im Frühstadium der Krankheit zugelassen. Der Antikörper beseitigt über eine Immunreaktion die Beta-Amyloide aus dem Gehirn, die ein zentrales Merkmal der Erkrankung sind, so das Ärzteblatt. Er wird alle zwei Wochen intravenös verabreicht. Dabei kann es allerdings zu lokalisierten Ödemen und Blutungen im Gehirn kommen. Die meisten Fälle sind asymptomatisch.
Im Frühstadium ist der Nutzen am grössten
Auffällig war, dass die Nebenwirkungen vor allem bei Patienten in einem fortgeschrittenerem Stadium auftraten. Dies spricht nach Ansicht der Autorinnen für einen frühzeitigen Beginn der Behandlung in einem Stadium, in dem die Beta-Amyloid-Last im Gehirn noch relativ gering ist. In diesem Stadium erzielt die Behandlung auch den grössten Nutzen. Lecanemab kann die Demenz nicht aufhalten. Die regelmässigen Infusionen verlängern aber die Zeit, in der die Patienten noch ohne fremde Hilfe auskommen.