Hände weg von Antipsychotika

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Die Verordnung von Antipsychotika ist bei Demenzpatienten mit einem erhöhten Risiko auf Lungenentzündungen, Schlaganfälle, akute Nierenschäden, Knochenbrüche, Herzinsuffizienzen, venöse Thromboembo­lien und Herzinfarkte verbunden, wie eine umfangreiche Auswertung von Patientendaten in England zeigt.

Antipsychotika gehören zu den am häufigsten verabreichten Medikamenten in Heimen und Demenzstationen. Sie sollen die Pflege von Patienten mit Aggressionen und Angstzuständen erleichtern. Und dies, obwohl die Risiken seit längerem bekannt sind.

Die Arzneimittelbehörden warnen eindringlich vor einem unkritischen Einsatz dieser Substanzen. Sie sollten immer nur als letztes Mittel in Betracht gezogen werden. Bedenklich sei, dass während der Pandemie die Verschreibungen sogar noch zugenommen haben.