Hilfe, jetzt droht der Corona-Speck!

Was tun, wenn mit Quarantäne und Homeoffice das Bäuchlein wächst und die Hosen nicht mehr richtig passen? Lockdown für die Kohlenhydrate heisst das Schlagwort der Stunde.

Quarantäne Speck Bild AdobeStock Urheber filistimlyanin1
Bild: AdobeStock, Urheber: filistimlyanin1

Die Corona-Krise macht viele Menschen dick. Stay at home und Homeoffice führen zu drastischer Bewegungsarmut, wenn man nicht bewusst Gegensteuer gibt. Und die Sorgen um die Zukunft, aber auch die Langeweile in der Quarantäne verleiten zu Naschen und übermässigem Essen. Was tut man am besten, damit man nicht in die Kalorienfalle tappt und beim nächsten Gang auf die Waage einen Schock erleidet?

Nur noch zwei Mahlzeiten am Tag

Lockdown für die Kohlenhydrate und nur noch zwei Mahlzeiten am Tag. So einfach ist das Rezept gegen zu viele Kilos in Zeiten der Pandemie. Warum das? Die Kohlenhydrate, allen voran die schnell verdaulichen, in Kombination mit Bewegungsmangel tragen die Hauptschuld an der Übergewichtsepidemie. In den meisten Fällen bleibt es nicht dabei. Hoher Blutdruck, erhöhtes Cholesterin und entgleister Zuckerstoffwechsel, sprich Diabetes, sind die unfreundlichen Begleiter. Alles Risikofaktoren für schwere Covid-19-Verläufe wohlgemerkt.

Eiweiss und Fette sind essentiell

Kohlenhydrate sind vor allem Betriebsstoffe, und davon brauchen wir in dieser betriebsarmen Zeit nun wirklich nur sehr wenig. Unser Körper ist nicht auf Kohlenhydrate angewiesen. Sie sind nicht essentiell, ganz im Gegensatz zu Eiweiss und vielen Fetten. Zweitens sind wir genetisch nie und nimmer auf die grossen Menge Kohlenhydrate vorbereitet, die wir normalerweise zu uns nehmen, schon gar nicht auf den Zucker.

Zucker und alle anderen schnell verdaubaren Kohlenhydrate sind deshalb so ungünstig, weil sie zu einem raschen und steilen Anstieg des Insulins im Blut führen. Das wiederum kann einen raschen und starken Abfall des Blutzuckers bewirken, teils sogar unter den Normalwert. Besonders bei Frauen im mittleren Alter, die kohlenhydratreich frühstücken, führt das so gegen 11 Uhr zu typischen Unterzuckerungen, die sich mit Schwitzen und Kopfschmerzen bemerkbar machen.

Kohlenhydrate massiv reduzieren

In solchen Situationen noch mehr Kohlenhydrate zu essen, ist das Ungeschickteste, was man tun kann. Wer wegen des ständigen Auf und Ab von Blutzucker und Insulin immer wieder solche Krisen erlebt, darf den Teufelskreis nicht noch mehr befeuern, sondern muss den Anteil der Kohlenhydrate in seiner Ernährung – allen voran den Zucker – massiv reduzieren. Nur so lassen sich die überschiessende Insulinfreisetzung und die Blutzuckerkrisen eliminieren.

Effizient abnehmen

Mit der Beschränkung auf nur noch zwei Mahlzeiten am Tag reduziert man die Kalorienaufnahme automatisch. Immer mehr führende Experten halten das für die sinnvollste Massnahme für gesunde Ernährung und Gewichtsabnahme überhaupt. Die Folgen sind weitreichend. Alle Stoffwechselparameter verbessern sich, vom Zucker bis zum Cholesterin. Dem Körper fällt es viel leichter, den Blutzucker im Normbereich zu halten. Die Fettverbrennung setzt rascher und leichter ein. Man nimmt viel effizienter ab.

Vorwiegend pflanzliche Ernährung

Also die Betriebsstoffe herunterfahren, nur noch kleine Kohlenhydrat-Portionen am Morgen oder Mittag, aber nicht mehr am Abend. Möglichst viele Nährstoffe in eine Kalorie packen und Nahrungsmittel mit geringer Kaloriendichte bevorzugen. Das heisst, vorwiegend auf pflanzliche Ernährung setzen. So übersteht unser Stoffwechsel die Corona-Krise am besten.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 06.04.2020.

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