Hoher Blutdruck schadet dem Gehirn schon in jungen Jahren

Das Gehirn eines 40-Jährigen mit Bluthochdruck ist sieben Jahre älter als das eines Gleichaltrigen mit normalen Blutdruckwerten, berichten Forscher.

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Bluthochdruck ist ein Problem, das vor allem ältere Menschen angeht, könnte man meinen. Ähnlich ist es mit Demenz. Doch eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass sich schon 30- und 40-Jährige um beides kümmern sollten. Denn bereits leicht erhöhte Blutdruckwerte im mittleren Alter können unbemerkt dem Gehirn schaden und das Risiko erhöhen, später im Leben unter Lern- und Erinnerungsschwächen zu leiden.

Das Gehirn von Menschen mit einem erhöhten systolischen Blutdruck zeigt im Vergleich zu Personen mit normalem Blutdruck Anzeichen für eine frühe Alterung. In manchen Hirnregionen war in einer Studie die Struktur der weissen Substanz beschädigt, in der die Leitungsbahnen der Nerven liegen. Auch hatte der hohe Blutdruck offenbar negative Auswirkungen auf das Volumen der grauen Hirnmasse, schreiben die Forscher.

Beide Anzeichen für Hirnschäden konnten die Mediziner schon bei Menschen mit nur leicht erhöhtem Blutdruck nachweisen. Je höher der Blutdruck war, desto ausgeprägter die Hinweise. Laut den Ergebnissen sieht das Gehirn eines 40-Jährigen mit erhöhten Blutdruck von 140/90 mmHg im Vergleich zu einem Gleichaltrigen mit einem normalen Blutdruck um 7,2 Jahre älter aus.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 21.02.2019. Setzte ein Lesezeichen permalink.

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