Ich bleibe Frau

Ein halbes Jahr nur, und Elsbeth Stucki war ihren Menopausen-Speck los. Jetzt hat sie wieder ihre 58 Kilo – wie eh und je. Die medizinische Praxisassistentin und Kosmetikerin zeigt Schritt für Schritt, wie Sie den Menopausen-Frust besiegen.

Stucki Cut

Was macht eigentlich das Frausein aus und wie werde ich als älter werdende Frau von der Gesellschaft wahrgenommen? Oft stelle ich fest, dass junge Frauen grosse Beachtung finden. Sie sind sexy, werden umworben, und nicht selten werden sie im Job trotz Mangel an Berufs- und Lebenserfahrung ihren älteren Geschlechtsgenossinnen vorgezogen.

Frauen in den Vierzigern sind meist noch sehr attraktiv und werden auch so behandelt. Aber mir scheint, dass viele Frauen ab 50 plötzlich zu einem Neutrum mutieren. Woran liegt das? Sie sind lebenserfahren, haben meist Kinder grossgezogen, üben einen Beruf aus und hätten doch eigentlich sehr viel zu sagen.

Als 60-jährige Frau möchte ich all jenen Mut machen, die sich nach der Menopause unbeachtet und abgeschoben fühlen. Sportliche Aktivitäten, eine gesunde Ernährung, soziale Kontakte zu Gleichgesinnten und ein
sorgsamer Umgang mit dem eigenen Körper sind nur einige Möglichkeiten für ein gesundes Selbstwertgefühl.

Auch wenn das Hüten von Enkelkindern eine wunderschöne Beschäftigung ist, haben wir doch noch mehr zu bieten. Ich habe noch nie so viele interessante Frauen getroffen wie in den letzten zehn Jahren, und die meisten waren nicht mehr jung. Machen wir etwas aus unserem fortgeschrittenen Alter – das Leben ist noch nicht vorbei! Ich bleibe auch nach den Wechseljahren eine vollwertige Frau. Wenn ich diese Einstellung ausstrahle und lebe, werde ich auch von meinem Gegenüber wahr- und ernstgenommen.

Lesen Sie in einer Woche den nächsten Beitrag von Elsbeth Stucki.

Elsbeth Stucki ist ein Minitrampolin-Fan. Lesen Sie ihre Geschichte dazu hier.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 13.09.2018.

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