Ich reibe mir verwundert die Augen

Jetzt lässt sich auch die trockene Form der Makuladegeneration ­behandeln, doch Dr. Armin Junghardt aus Baden ist der einzige Augen­chirurg in der Schweiz, der die neue Lasertherapie anbietet.

Makuladegeneration 101

Endlich gibt es eine Behandlung der trockenen Makuladegeneration, doch nur einer bietet sie an. Ein Märchen? Nein, Realität in der Schweiz. Dr. med. Armin Junghardt, Facharzt für Augenheilkunde und Augenchirurg in Baden AG, reibt sich verwundert die Augen: «Ich glaube, die Patienten wissen es einfach noch nicht. Und die meisten Augenärzte wohl auch nicht. Bisher konnte man nur die feuchte Makuladegeneration behandeln. Bei ihr appliziert der Augenarzt ein Medikament mit der Spritze mitten ins Auge. Ich kenne keinen Patienten, der diese Prozedur liebt. Sie muss alle ein bis zwei Monate wiederholt werden.»

Schmerzlose Behandlung in knapp zehn Minuten

Ganz anders bei der trockenen Makuladegeneration, die nichts anderes als eine Vorstufe der feuchten Form ist. «Die Behandlung geht ohne Spritzen, ohne Schmerzen, und das alles in knapp zehn Minuten. Doch kaum jemand hat Kenntnis von der neuen Therapie; alle glauben wohl, die trockene Makuladegeneration sei immer noch unbehandelbar», sagt Dr. Junghardt.

Worum geht es genau? Bei der altersbedingten Makuladegeneration werden Abfallprodukte des Stoffwechsels nicht mehr vollständig abgebaut. Sie sammeln sich in der Netzhaut und bilden sogenannte Drusen. Die Drusen enthalten Eiweisse, Cholesterin und viele andere Stoffe, die nicht in  die Netzhaut gehören. In diesem Stadium spricht man von der trockenen Form der Makuladegeneration. Aus ihr entsteht früher oder später die feuchte Form. Dann nämlich, wenn die unter der Netzhaut liegende Trennmembran bricht und Gefässe direkt durch die Bruchstellen in die Netzhaut einwachsen. Die Gefässe verlieren dabei ihre Dichtigkeit. Flüssigkeit und Blut treten aus und zerstören die Makula. Während die Behandlung der feuchten Form das Wachstum der Gefässe und den Verlust ihrer Dichtigkeit stoppt, greift die neue Therapie schon ein, bevor eine Bruchstelle in der Membran überhaupt entsteht.

Stoffwechsel im Auge wird angeregt

Die Behandlung ist angezeigt, sobald der Augenarzt bei der Kontrolle Drusen auf der Netzhaut entdeckt. «Dann nehme ich den neuartigen, sanften 2RT-Laser. Es ist ein Nanosekundenlaser, der keinerlei Verbrennungen macht, weil er 800 Mal schwächer ist als ein normaler Argon- oder Diodenlaser. Mit dem Nanosekundenlaser setze ich im Bereich des oberen und unteren Gefässbogens kleine Punkte. Entgegen einer verbreiteten Fachmeinung passiert nun etwas, womit kaum jemand gerechnet hat: Der Stoffwechsel im Auge wird durch die sanfte Laserenergie derart angeregt, dass keine neuen Abfallprodukte abgelagert werden und das Pigmentblatt wieder neu aufgebaut wird. So kommt es weder zu Membranbrüchen noch zum Einwachsen von Gefässen. Ich habe mit dem neuen 2RT-Laser schon über 170 Makulopathie-Patienten behandelt: In 90 Prozent der Fälle konnte der Ist-Zustand stabilisiert werden, bei 10 Prozent verbesserte sich die Sehstärke sogar.»

Die Therapie ist bisher nur für die trockene Form der Makuladegeneration und die Behandlung der diabetischen Retinopathie zertifiziert. Dr. Junghardt: «Trotzdem können auch Patienten profitieren, die bereits an der feuchten Form erkrankt sind. Die Therapie mit Spritzen führt die feuchte Form in die trockene Form zurück. Und genau in diesem Moment kommt auch hier der 2RT-Laser zum Zug. Meine Erfahrungen sind sensationell: Die Hälfte aller bisherigen Spritzenpatienten braucht nach der Laserbehandlung keine Spritzen mehr. Immerhin 15 Prozent kommen mit viel weniger Spritzen aus. Bei den restlichen 35 Prozent gab es keinen Effekt bezüglich Spritzenanwendung. Wir wollen wissen, woran das liegt. Vermutlich sind es Patienten, die an einem speziellen Drusentyp leiden. Das würde sich auch mit den Resultaten der Multicenter-Studie LEADS, die den Erfolg der neuen Therapie eindrücklich untermauern konnte, decken. Es gibt keine Zweifel: Die Therapie mit dem Nanosekundenlaser ist ein riesiger Fortschritt. Bereits heute behandle ich damit Patienten aus der ganzen Welt.»

Wollen Sie mehr wissen?

Dr. med. Armin Junghardt, Facharzt FMH Augenheilkunde und Augenchirurgie, gibt Ihnen gerne Auskunft über die Behandlung der trockenen Makuladegeneration mit dem 2RT-Laser.

AugenarztpraxisPlus
Rütistrasse 6, 5400 Baden
Telefon +41 56 200 10 90

junghardt@augenarztpraxis-baden.ch

www.augenarztpraxis-baden.ch

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 06.12.2018. Setzte ein Lesezeichen permalink.

Kommentare sind geschlossen.