Allen Aufklärungsbemühungen zum Trotz. Weltweit steigt der Anteil hochverarbeiteter Lebensmittel. In Spanien hat sich ihr Energiebeitrag zu den gesamten Lebensmitteleinkäufen der Haushalte innerhalb von 3 Jahrzehnten fast verdreifacht. In Deutschland stammen etwa 30 bis 40 % der täglichen Energieaufnahme aus stark verarbeiteten Lebensmitteln.
Weniger Salz, Fett und Zucker
Will man die Ernährungsgewohnheiten wirklich ändern, reicht es nicht, wenn man auf den Einzelnen abzielt. Es braucht politische Massnahmen, um Produktion, Vermarktung und Konsum von hochverarbeiteten Lebensmitteln zu reduzieren. Gleichzeitig sollten Fett, Zucker und Salz verringert und gesunde Lebensmittel zugänglich für alle gemacht werden. Eine Ernährung mit hohem Anteil an stark verarbeiteten Lebensmitteln geht mit übermässigem Essen, schlechter Nährstoffqualität sowie einer höheren Belastung durch schädliche Chemikalien und Zusatzstoffen einher. Entsprechend erhöht ist das Risiko für mehrere chronische Erkrankungen wie Adipositas, Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen und vorzeitige Sterblichkeit.