Jede zweite Rücken-OP ist Quatsch

Müssen Sie aus irgendeinem Grund den Rücken operieren? Um Himmels willen warten Sie und holen Sie erst eine neutrale ­Zweitmeinung. Zum Beispiel bei Spinasana.

Rücken Zweitmeinung
Bild: AdobeStock, Urheber: Syda Productions

Spinasana ist eine neuartige Online-Plattform. Dr. Christian R. Etter hat sie ins Leben gerufen. Der international renommierte Wirbelsäulenchirurg aus der Region Zürich kennt keine Gefälligkeitsgutachten, redet Klartext und klagt damit auch mal Kollegen an, die trotz eindeutiger Datenlage selbst dann operieren, wenn der Eingriff keinen Sinn macht. «Jede zweite Rückenoperation führt nicht zu dem Resultat, das die Patienten erwarten», sagt Dr. Etter. «Patienten wollen Schmerzfreiheit, Patienten wollen sich wieder gut bewegen können. Doch sie schaffen es häufig nicht. Manchmal wird der Schmerz nach dem Eingriff sogar schlimmer und die Beweglichkeit ist schlechter als zuvor. Das ist ein Drama und auch nicht ganz ungefährlich.»

Hier geht’s zu www.spinasana.org

Gemäss Etter haben besonders Opera­tionen bei alleinigen Kreuzschmerzen ohne Ausstrahlung in die Beine keine gute Prognose. «Die Schmerzen sind schlecht lokalisierbar. Sie entstehen durch verschiedene anatomische Strukturen, können von Muskeln oder Sehnenansätzen rühren. Auch die kleinen Gelenke können verantwortlich sein, und das sehen wir alles im MRI oft nicht. Und wir wissen auch aus hochstehenden wissenschaftlichen Studien, dass Menschen mit sehr schlechten Bandscheiben in 40 Prozent keine Schmerzen haben. Trotzdem werden immer wieder auch solche Patienten operiert. Der Grund ist einfach: Die Anreize sind falsch.»

Falsche oder unnütze Operationen vermeiden

Rücken Zweitmeinung
Dr. Christian R. Etter

Etter hat deswegen ein paar international hochkarätige Kollegen um sich geschart, die über das neue Online-Zweitmeinungsinstitut ihre Meinung abgeben. Spinasana heisst «Gesunde Wirbelsäule». Dank Spinasana sollen Patienten vor falschen und vor allem unnützen Operationen am Rücken bewahrt werden. Wie geht das? «Der Patient füllt auf der Internetseite einen Fragebogen aus, der den Leidensdruck misst. Er kann auch bestehende Berichte und Bilder per Post mitsenden und zum Schluss eine Sprachnachricht von maximal fünf Minuten aufnehmen. Obwohl das jetzt sehr technisch klingt, probieren wir möglichst viel persönlich-emotionalen Kontakt herzustellen, damit sich der Patient sicher und wohlfühlt und damit er unsere geballte Kompetenz erfährt. Unsere Antwort auf sein Anliegen bekommt er darum nicht nur schriftlich, sondern ebenfalls per Sprachnachricht. Selbst ein Termin für ein Nachgespräch via Skype wird vergeben. Erfahrungen aus Deutschland zeigen, dass nach einer Zweitmeinung die Hälfte der Rückenoperationen abgesagt wird. Das ist ein sehr grosser Erfolg.»

Operieren oder noch warten?

Nun sollen auch die Schweizer Patienten profitieren. «Der Unterschied zu allen bestehenden Angeboten ist, dass wir bei uns fast alles online machen. Wir sind schnell und können ohne Terminvereinbarung sehr rasch handeln. Wir beantworten und begründen die alles entscheidende Frage: Soll sich der Patient operieren lassen, soll er nicht oder soll er einfach noch warten.»

Muss man speziell versichert sein, um das Angebot in Anspruch nehmen zu können? «Nein, uns interessiert nicht, wie der Patient versichert ist. Wir sind völlig unabhängig von Krankenkassen, Kliniken und Ärzten. Ein Fall kostet bei uns 360 Franken», sagt Dr. Etter und ergänzt: «Das lohnt sich auf jeden Fall, denn nach unserer Beurteilung weiss der Patient, ob ihm die vorgeschlagene Rückenoperation nützt, ob er darauf verzichten kann oder ob vielleicht ein anderer Eingriff sinnvoller wäre.»

Ich bin ihm sehr dankbar

Bei Ex-Fussballprofi Samuele Drakopulos wollte man zwei Rückenwirbel versteifen. Dank Zweitmeinung von Dr. Etter hat er es nicht machen lassen. Zum Glück.

Samuele Drakopulos

Der ehemalige Stürmer der Berner Young Boys hatte heftige Rückenschmerzen. «Es begann schon mit 20 Jahren. Über das Gesäss strahlte es bis zum Fuss aus. In Bern wollte man meine Rückenwirbel versteifen, doch dann wäre es mit dem Fussball vorbei gewesen, was ich auf keinen Fall wollte», sagt der 45-Jährige. «Ich kam damals zu Dr. Etter, der mir von einer Versteifung abriet, stattdessen aber eine mikrochirurgische Nervenentlastung vorschlug. Nach diesem Eingriff spielte ich dreieinhalb Jahre beschwerdefrei. Dann kam ein nächster Eingriff und ich konnte nochmals ein Jahr weiterspielen. Später profitierte ich von einer ganz neuartigen Bandscheibenprothese. Heute spiele ich Tennis, mache Krafttraining und alles ohne Probleme. Mir war wichtig, dass ich einen Arzt fand, dem ich voll vertrauen konnte. Ich sehe, was aus denen geworden ist, die ihre Wirbel haben versteifen lassen. Dank Dr. Etter ist mir das alles erspart geblieben.»

Spinasana

Spinasana ist ein Online-Portal für Zweitmeinungen bei geplanten Rückenoperationen. Über www.spinasana.org hat jeder Rückenpatient Zugang zu einem internationalen Expertengremium um den Wirbelsäulenspezialisten Dr. Christian R. Etter. Die Experten beurteilen, ob eine geplante Rückenoperation sinnvoll ist oder nicht.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 24.10.2019.

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