Kaffee macht keine Herzrhythmus­störungen

Kaffeetrinker leiden nicht häufiger unter Herzrhythmusstörungen als andere Menschen. In einer grossen Studie sank das Risiko für Vorhofflimmern, Extraschläge oder andere Herzrhythmusstörungen sogar mit jeder Tasse Kaffee.

Kaffee Bild AdobeStock Urheber S Hagebusch
Bild: AdobeStock, Urheber: S Hagebusch

Kaffee wird eine präventive Wirkung gegen Krebs, Diabetes und Parkinson attestiert. Fakt ist, Kaffeetrinker haben ein geringeres Sterberisiko. Doch was macht das anregende Getränk mit dem Herz? Kurzfristig erhöht es den Puls, was harmlos ist. Die grosse Frage lautet, ob es auch zur Auslösung von Herzrhythmusstörungen kommt. Viele Kardiologen tendieren deshalb eher zu Tee oder zu entkoffeiniertem Kaffee.

Eine Forschergruppe aus Kalifornien hat jetzt die Daten von fast 400’000 Personen ausgewertet. Bei 16’000 Teilnehmern wurde im Verlauf von 5 Jahren eine Herzrhythmusstörung diagnostiziert. Meistens handelte es sich um Vorhofflimmern. Mit wenigen Ausnahmen traten alle Herzrhythmusstörungen bei Kaffeetrinkern seltener auf.

Jede zusätzliche Tasse Kaffee pro Tag senkte das Risiko für eine Herzrhythmusstörung um 3 Prozent. Damit können auch Menschen, die nach dem Genuss von Kaffee Herzklopfen verspüren, ihr Lieblingsgetränk beruhigt weiter geniessen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 26.08.2021.

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