Die Idee klingt nach Wellness-Trend aus Kalifornien: statt sich zu betrinken, lieber ein bisschen kiffen. Forschende der Brown University ließen 157 junge Erwachsene mit starkem Alkoholkonsum Joints mit unterschiedlichem THC-Gehalt rauchen. Danach bekamen sie in einer künstlichen Bar ihre Lieblingsdrinks angeboten – oder konnten fürs Nichttrinken Geld kassieren.
Das Ergebnis: Wer den kräftigeren Joint mit 7,2 Prozent THC bekam, trank im Schnitt 27 Prozent weniger Alkohol und griff deutlich später zum ersten Glas. Der schwächere Joint mit nur 3,1 Prozent THC senkte den Konsum immerhin um 19 Prozent. Cannabis dämpfte also tatsächlich kurzfristig das Verlangen nach Alkohol.
Die Forschenden warnen aber: Das ist kein Freifahrtschein zum Kiffen gegen Kater. Ob Cannabis langfristig hilft oder nur die Sucht verschiebt, muss erst noch bewiesen werden.