Die Kirschenernte in der Schweiz läuft aktuell auf Hochtouren. Bis zu 2400 Tonnen Ernte werden laut Schweizer Obstverband in den nächsten Wochen erwartet. Die vielen Sonnenstunden im Mai und Juni sorgen für knackige, süsse Früchte. Deshalb sollte man jetzt zuschlagen. Denn Kirschen sind nicht nur unverschämt gut, sie sind mit nur 60 Kilokalorien pro 100 Gramm wahre Schlankmacher und haben praktisch kein Fett.
Zudem enthalten Kirschen wichtige Vitamine wie Vitamin C und Folsäure sowie die Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Dank ihrem Kalium-Gehalt sind sie entwässernd. Die sekundären Pflanzenstoffe – darunter Flavonoide und Phenolsäuren – geben den süssen Früchtchen ihre Farbe und wirken antioxidativ.
Am besten frisch essen
Hat die Kirsche einen grünen Stil und eine pralle, feste und glänzende Haut, ist sie frisch. Keinen Anhaltspunkt für Frische liefert die Farbe. Sie variiert je nach Sorte. Kirschen schmecken frisch am besten. Dann haben sie auch den höchsten Vitamingehalt. Daher gleich nach dem Kauf essen oder ungewaschen in einem verschlossenen Gefäss oder Plastiksack im Kühlschrank maximal 1 bis 2 Tage aufbewahren. Die Kirschen sollten erst kurz vor dem Essen gewaschen werden.
Frische Kirschen eignen sich auch zum Tiefkühlen. Dafür die Früchte zuerst einzeln auf eine flache Unterlage legen und anfrieren. Erst dann in den Gefrierbeutel packen und einfrieren. So bleiben sie beim Auftauen schöner.
Kirschen und Wasser
Darf man zu Kirschen Wasser trinken? Ausschlaggebend für allfällige Bauchschmerzen nach dem Genuss von Kirschen ist eher die Menge der Kirschen und weniger die Menge des dazu getrunkenen Wassers. Nach schnellem Genuss von grossen Mengen Kirschen können auch ohne Wassertrinken Blähungen auftreten.
Obwohl fast jede zweite Kirsche aus der Nordwestschweiz stammt, wachsen die süssen Früchte an milden Lagen in der ganzen Schweiz, also direkt vor Ihrer Haustür, ohne lange Transportwege. Bevorzugen Sie deshalb regionale Lebensmittel. Zudem sind Schweizer Kirschen kürzlich noch nachhaltiger: Seit dieser Saison werden sie nach den Standards des nationalen Branchenprogramms «Nachhaltigkeit Früchte» produziert.
So geht’s:
- Kirschen essen ist Schlemmen ohne schlechtes Gewissen.
- Mit ihrem hohen Wassergehalt und nur rund 60 Kilokalorien pro 100 Gramm kann man sie bei jeder Gelegenheit geniessen, auch mal zwischendurch.
- Der Fruchtzucker in den Kirschen hält sich in Grenzen und nimmt den Heisshunger auf süsse Schwergewichte, die rasch auf die Hüften schlagen.
- Voll ausgereifte Kirschen sind nicht nur ein aromatischer Genuss, sondern enthalten neben Vitaminen und Mineralstoffen auch Anthozyane.
- Diese natürlichen Farbstoffe zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen mit ihren antioxidativen Eigenschaften.
- Kirschen eignen sich längst nicht nur fürs Müesli oder Wähen, sondern für jede Menge kreativer Kombinationen.
- Achten Sie bei Wähen auf linienfreundliche Zutaten, zum Beispiel einen Vollkornteig.
- Saure Kirschen lassen sich nicht nur in der süssen Küche einsetzen, sondern passen zu Gerichten mit Geflügel, Wild etc. und geben ihnen eine wunderbar fruchtige, säuerliche Note.
- Kirschen sollten beim Kauf den Stiel noch haben, denn dieser hält die Kirschen frisch. Sobald er fehlt, können durch die aufgerissene Öffnung Fäulnisbakterien eindringen.
- Dass man mit Kirschen kein Wasser trinken soll, ist ebenso ein Vorurteil wie der Glaube, dass Kerne auf keinen Fall verschluckt werden dürfen.
- Eine Alternative ist das Sammeln und Abwaschen der Kerne. Nähen Sie diese in ein kleines Kissen ein. Je nach Bedarf kann es im Kühlschrank gekühlt oder im Backofen aufgewärmt werden und an schmerzenden Stellen Linderung verschaffen.