Kleine Schritte und die Zweiminuten-Regel

Wie setzt man Lebensstiländerungen im Alltag um, wenn man abnehmen will? Mit grossem Geschütz auffahren dürfen Sie auf keinen Fall.

Kleine Schritte Bild AdobeStock 258711974 Urheber Stockwerk Fotodesign
Bild: AdobeStock, Urheber: Stockwerk Fotodesign

Deshalb Hände weg von Diäten und jeder radikalen Ernährungsumstellung. Sie sollten vielmehr den kleinen Kalorienüberschüssen auf den Grund gehen. Naschen Sie zwischendurch? Trinken Sie häufig Süssgetränke oder Fruchtsäfte? Essen Sie zu schnell? Sind Ihre Portionen zu gross? Schöpfen Sie bei jeder Gelegenheit nach? Kaufen Sie zu viel ein? Lassen Sie sich von der Verpackung verführen? Essen Sie zu viele verarbeitete Lebensmittel? Essen Sie spätabends nochmals?

Eine oder zwei Gewohnheiten ändern

Für die meisten Menschen genügt es, eine oder zwei Gewohnheiten zu ändern. Ändern Sie nur Dinge, die Sie ohne viel Aufwand und Anstrengung anpacken können. Wenn Sie nicht dauerhaft damit leben können, lassen Sie es lieber bleiben und wählen Sie eine andere Massnahme. Und machen Sie nur eine Veränderung aufs Mal. Erst, wenn diese eine Veränderung in Fleisch und Blut übergegangen ist, kommt die nächste dran. Ganz wichtig ist, dass nie das Gefühl von Verzicht aufkommt. Der Genuss und die Freude am Leben und am Essen sollen immer an erster Stelle stehen.

Realistische Ziele setzen

Setzen Sie sich beim Abnehmen realistische Ziele. Es macht keinen Sinn, wieder das Gewicht erreichen zu wollen, das Sie in jungen Jahren hatten. 20 oder sogar 30 Kilo auf Dauer abzunehmen gelingt nur den wenigsten. Schon jedes einzelne Kilo weniger bringt gesundheitliche Vorteile, in Bezug auf Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker, und natürlich auch im Hinblick auf Ihre Fitness und Ihr Wohlbefinden. Seien Sie auch nicht besorgt, wenn beim Versuch abzunehmen die Waage für ein paar Wochen nicht mehr weiter runter will. Gönnen Sie sich diese Pause. Schon nur das Halten des Gewichts ist eine tolle Leistung. Der Körper braucht diese Auszeit, um sich an das neue Gewicht zu gewöhnen. Das Abnehmen in Etappen ist auch der beste Weg, um den gefürchteten Jojo-Effekt zu vermeiden.

Bedürfnisse wahrnehmen

Um im Alltag alte Gewohnheiten beim Essen zu durchbrechen, gibt’s einen sehr guten Trick, die Zwei-Minuten-Regel. Warten Sie zwei Minuten, wenn Sie das Bedürfnis haben zu essen. Überlegen Sie sich, ob Sie wirklich Hunger haben. Oder essen Sie aus einem anderen Grund? Was spüren Sie? Die zwei Minuten werden Ihnen überraschende Antworten liefern. Sie werden lernen, Ihre Bedürfnisse wieder besser wahrzunehmen. Sie werden Gefühle entdecken, die Sie bis jetzt verdrängt haben. Sie werden auf einmal weniger essen, weil Sie plötzlich merken, dass es auch noch viele andere Dinge gibt, nach denen Sie Hunger haben.

Ein paar Tipps:

  • Beim Abnehmen realistische Ziele setzen. Ein bis zwei Kilo im Monat genügen.
  • Ändern Sie zuerst nur das, was Ihnen leicht fällt.
  • Wer sich unbewusst mehr bewegen will, braucht nur den Fernseher abzuschalten. Jede andere Aktivität verbrennt mehr Kalorien.
  • Machen Sie jede Stunde eine kurze Bewegungspause, gleichgültig, ob zu Hause oder im Büro.
  • Essen Sie nie in hektischen Momenten. Nehmen Sie sich zum Essen Zeit und setzen Sie sich an einen Tisch.
  • Trinken Sie jeden Tag ein Glas Wasser mehr, als Sie es bisher getan haben. Ohne es zu merken, nehmen Sie so weniger Kalorien zu sich.
  • Posten Sie beim Einkauf nur das, was auf der Liste steht. Lassen Sie Aktionen im Regal.
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 20.02.2020.

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