Kompromisse sind ein Beziehungskiller

Ist Kompromissfähigkeit Voraussetzung für eine funktionierende Partnerschaft? Oder sind Kompromisse vielmehr der Tod einer Beziehung? Überraschende Antworten.

Kompromisse
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Gibt es in einer Partnerschaft nur gesunde oder auch faule Kompromisse? Bleibt dabei immer einer von beiden auf der Strecke? Oder stacheln Kompromisse sogar zu ewigen Machtkämpfen an?

Vergessen Sie 50/50

Auseinandersetzungen, aus der Sieger hervorgehen oder bei denen man sich nur widerwillig in der Mitte trifft, tun einer Beziehung nicht gut, auch wenn scheinbar beide gewinnen. Im Kompromissfall verliert jeder einen Teil seines als berechtigt empfundenen Anspruchs. Deshalb sind Kompromisse in der weiteren Entwicklung wenig verlässlich. Sie können zu Folgekonflikten, verdeckten Angriffen sowie zu geringerer Motivation der Beteiligten führen. Vergessen Sie deshalb 50/50. Sie machen sich und Ihren Partner auf Dauer nur unglücklich.

Zufriedenheit und Wohlergehen stehen im Vordergrund

Sollten nicht Zufriedenheit und Wohlergehen des Partners im Vordergrund stehen und unsere ersten Anliegen sein? Wer wohlwollende Gefühle gegenüber dem Partner hat, wird nicht impulsmässig mit Abwehr reagieren, wenn er eine Bitte oder einen Wunsch vorträgt, sondern versuchen, ihm möglichst weit entgegenzukommen. Sie sagen damit: Unsere Beziehung ist mir so wichtig, dass ich auch einmal zurückstecken kann.

Unliebsame Tätigkeiten gemeinsam aushandeln

Treffen Sie Vereinbarungen oder schliessen Sie sogar einen Vertrag ab, wenn es um die Verteilung von unliebsamen Tätigkeiten im Haushalt geht. Handeln Sie in einer angenehmen Atmosphäre gemeinsam aus, wer wann und was macht. Vermeiden Sie im Gespräch Forderungen wie „Ich will“ oder „Du musst“. Formulierungen wie „Ich möchte gerne“ oder „Ich wünschte mir“ geben dem Partner viel mehr Spielraum.

Vereinbarungen ersparen Enttäuschungen und unnötige Diskussionen

Auch in Sachen Sex kann es helfen, Vereinbarungen zu treffen. Wenn sich beide Partner darauf einigen, mindestens zwei Mal in der Woche Liebe zu machen, erspart das viele Enttäuschungen und unnötige Diskussionen. Verständigen Sie sich dabei, wer jeweils die Führung übernimmt und auch für Überraschungen verantwortlich ist.

Gegenseitiges emotionales Update wichtig

Sehr wichtig für eine lebendige Partnerschaft ist gegenseitiges emotionales Update. Je mehr sich Partner wechselseitig zu Mitwissern über ihre Erlebnisse und ihre Gefühlswelt machen, desto mehr baut sich eine intime Beziehung auf und desto leichter lassen sich Konflikte bewältigen.

Kleine Dinge, grosse Wirkung

Auch kleine Dinge im Alltag zeigen grosse Wirkung. Winzige Zeichen der Wertschätzung und der Liebe, eine Zärtlichkeit im Vorbeigehen, aktives Zuhören, ein aufrichtiges Kompliment, ein dankbares Lächeln.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 08.08.2019.

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